Feuerwehr: Diskussion um Kreisleitstelle und Kostenexplosion hält an

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Von André Günther:

Am Donnerstagabend gab es die mit Spannung erwartete Feuerwehrausschusssitzung. Dabei ging es vor allem um eine Analyse der Feuerwehr Iserlohn, die darstellen sollte, ob ein Notrufsystem über die Kreisleitstelle in Lüdenscheid in Zukunft sinnvoll wäre oder nicht.
Wenn es nach der Ansicht des stellvertretenden Ausschussmitglieds des Bündnis 90/ Die Grünen, Harald Eufinger geht, schon. „Es ist ja momentan eh schon so, dass alle Notrufe, die von einem Handy getätigt werden, automatisch in Lüdenscheid ankommen. Da es in zehn Jahren kaum noch Festnetztelefone geben wird, ist das aus meiner Sicht ein logischer Schritt.“ Hauptsächlich möchte man dadurch Kosten einsparen und das vor allem im personellen Bereich. Dazu hat Christian Eichhorn, Leiter der Iserlohner Feuerwehr, eine ganz andere Meinung, und deshalb hat er dem Ausschuss eine Analyse vorgestellt. Daraus geht hervor, dass durch personelle Einsparungen auf der Einsatzzentrale Mehrkosten in vielen anderen Bereichen entstehen, so dass unter dem Strich ein hoher sechsstelliger Betrag stehen würde. „Aus unserer Sicht macht es überhaupt keinen Sinn, an der jetzigen Struktur etwas zu ändern. Ein neues Notrufsystem kostet nur mehr Geld und hätte wesentlich mehr Nachteile als Vorteile“, meint Eichhorn. Hinzu kommt, dass die Feuerwehr in Iserlohn gerade erst ihre neue, moderne Einsatzzentrale fertiggestellt hat. Die war am Abend ebenfalls heiß diskutiert. Der gesamte neue Komplex, in dem sich unter anderem die Einsatzzentrale befindet, ist nämlich wesentlich teurer geworden als geplant. Grund dafür sei der Fund von belasteter Erde, die komplett abgetragen werden musste. „Dadurch hat es weitere Probleme mit dem Gefälle und der einen Meter tieferen Ausschachtung gegeben. Die Kosten sind deshalb von den geplanten 1,55 Millionen Euro um etwa 500.000 Euro gestiegen“, erklärte Martin Bürger-Neumann, technischer Leiter beim kommunalen Immobilienmanagement. Gleichzeitig wurde noch einmal explizit darauf hingewiesen, dass die Feuerwehr dabei keinerlei Teilschuld trifft.

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