Für Ausbildung und Integration - Spatenstich für neue Multifunktionshalle der Kreishandwerkerschaft MK

Hatte bei frostigen Temperaturen und tief gefrorenem Boden wirklich nur Symbolcharakter: das obligatorische Spatenstich-Foto. Foto: Goor-Schotten
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Der erste Spatenstich blieb bei dem gefrorenen Boden noch mehr als sonst ein symbolischer Akt, auf den weiteren Verlauf des Bauvorhabens soll sich das aber nicht auswirken.

Von Hilde Goor-Schotten

Iserlohn. Bis zum Start des neuen Ausbildungsjahres im August/September soll die neue Multifunktionshalle des Berufsbildungszentrums (bbz) der Kreishandwerkerschaft fertig sein.
„In der 800 Quadratmeter großen Halle soll die Ausbildung für verschiedene Gewerke platziert werden. Die Bauberufe werden dabei zunächst Priorität haben, denn dort haben wir einen großen Bedarf“, umriss bbz-Geschäftsführer Dirk H. Jedan das Projekt, das eine Kooperation von Stadt, Land und bbz ist.
70 Prozent der Kosten in Höhe von 800.000 Euro werden vom Land getragen. Hintergrund ist ein Städtebauförderungsprogramm zum Thema Flüchtlinge. „Wir hatten zwei Projekte angemeldet, dieses hat den Zuschlag bekommen“, erklärte Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens: „Mittlerweile haben wir zwar weniger Flüchtlinge, aber die Integration spielt weiter eine große Rolle.“ Von der alten Landesregierung auf den Weg gebracht, bekam das Projekt von der neuen inzwischen einen Preis als europaaktive Kommune.
Die Kreishandwerkerschaft hatte vor gut zwei Jahren zwölf unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge in das Internat des bbz aufgenommen. Dort lernten sie Deutsch und im bbz verschiedene Berufsfelder kennen. Seit dem vergangenen Sommer sind elf in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, davon acht in einer Ausbildung oder Einstiegsqualifizierung . „Das hat gut geklappt. Sie hatten permanent Kontakt zu den anderen Azubis“, berichtete Jedan: „Integration geschieht nicht isoliert in einer Luftblase.“
Aktuell läuft das Projekt mit vier jungen Flüchtlingen weiter. „Wir würden gern weitere aufnehmen, aber es kommen kaum noch unbegleitete Jugendliche nach Iserlohn“, so Jedan. Dabei hätten sie hier gute Perspektiven. Das Handwerk sucht dringend Nachwuchs. Und die neue Halle böte ihnen wie den regulären Azubis noch bessere Ausbildungsmöglichkeiten.

Autor:

Christoph Schulte aus Hemer

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