Neuer Glanz für alte Halle?
Interessante studentische Architekturvorschläge zur Sanierung der Ihmerter Gemeindehalle

Jessica Neumann beeindruckte mit ihren Vorschlägen zur Umgestaltung der Ihmerter Gemeindehalle.
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  • Jessica Neumann beeindruckte mit ihren Vorschlägen zur Umgestaltung der Ihmerter Gemeindehalle.
  • hochgeladen von Christoph Schulte

Technische Defizite und eine damit verbundene Nutzungsbeschränkung auf 199 Personen, fehlende Barrierefreiheit, fehlende Flexibilität bei der Raumgröße oder optische und funktionale Defizite - es gibt wohl keine zwei Meinungen: die Ihmerter Gemeindehalle ist zweifelsohne in die Jahre gekommen.

Das sah auch der Bürgerverein "Wir in Ihmert" so und ergriff 2018 die Initiative. Es entstand ein Kontakt zur Hochschule Detmold, wo die Innenarchitektur-Masterstudentin Jessica Neumann dazu gewonnen werden konnte, sich in ihrer Abschlussarbeit mit dem Projekt zu beschäftigen.

Masterarbeit über Gemeindehalle Ihmert

Ein halbes Jahr später hat die 25-jährige Detmolderin ihr Studium mit einem "Sehr gut" abgeschlossen und stellte jetzt ihr Vorschläge in Ihmert rund 100 interessierten Bürgern und Vertretern der Hemeraner Politik vor. "Die Halle hat mich das letzte halbe Jahr ganz schön auf Trab gehalten", gestand Jessica Neumann. Doch die vergangenen sechs Monate waren auch überaus fruchtbar. Das bewies der lang anhaltende Applaus und viel Lob nach ihrer Präsentation.

Höhere Decke und zukünftige Teilbarkeit

Die wichtigsten Veränderungen ihres Entwurfes - für den sie auch ein dreidimensionales, maßstabsgetreues Modell hergestellt hat, sind die Erweiterung des Anbaus, die Erhöhung der Decke (inklusive neuer Entrauchungs- und Lüftungsanlage) sowie die Teilbarkeit des Veranstaltungssaales.
Nach den Vorstellungen Jessica Neumanns soll die Gemeindehalle zukünftig zwei Eingänge - einen durch den jetzigen Schankraum - , eine neue Garderobe sowie neue, barrierefreie WC-Anlagen erhalten. Die energetisch veralteten Glasbausteine sollen Platz machen für Sprossenfenster nach historischem Vorbild und im nördlichen Bereich soll ein neuer Bar-/Tresenbereich entstehen. Senkrecht dazu soll durch eine Trennwand die Möglichkeit entstehen, die Halle in zwei unterschiedlich große Bereich zu teilen, um sie zum Beispiel auch für kleinere Gesellschaften nutzen zu können. Unter der Bühne kann sich die Architekturabsolventin die Schaffung von zusätzlichem Stauraum, z. B. für das Mobilar, durch Schwerlast-Schubladen vorstellen.
Erhalten werden sollen hingegen nach den Plänen von Jessica Neumann der lediglich aufzuarbeitende Holzfußboden sowie die historischen Stuckarbeiten an den Wänden.

Erste politische Reaktion

Inzwischen gibt es auch erste Reaktionen aus der Hemeraner Politik auf die Vereinsinitiative. Die SPD beantragt, dass die Verwaltung eine Kostenermittlung zur Umgestaltung der Ihmerter Gemeindehalle durchführt und die Chancen der Realisierung prüft.

Jessica Neumann beeindruckte mit ihren Vorschlägen zur Umgestaltung der Ihmerter Gemeindehalle.
Groß war das Interesse an den Plänen innerhalb der Ihmerter Bevölkerung. Fotos: Schulte

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