Vernünftige Gründe, sich vermöbeln und ausrauben zu lassen

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Sicher haben Sie mitbekommen, dass die körperliche Unversehrtheit des Mitmenschen bei einigen Leuten in letzter Zeit an Stellenwert verloren zu haben scheint. Vielleicht tragen Sie sich mit dem Gedanken, ein Pfefferspray zu kaufen oder einen "kleinen Waffenschein" zu beantragen oder sich sonstwie aufzurüsten.
Das ist Ihr gutes Recht, aber bitte tun Sie nichts illegales!

Vielleicht bleiben Sie auch grundsätzlich immer zu Hause, so bleiben Sie schon mal in Sicherheit oder laufen wenigstens nicht in Gefahr, die Grenzen der Notwehr zu überschreiten. Das kommt für Sie auch nicht in Frage?

Dann werde Ich Ihnen in dem folgenden Artikel einige gute Gründe nennen, warum Sie einfach den Kopf in den Sand stecken und so wie bisher weiter machen sollten.

Einige davon kennen Sie möglicherweise vielleicht schon....

Beginnen wir mit dem Hauptgrund: „ich bin zu alt für ein Kampfsporttraining!“

Egal wie alt Sie tatsächlich sind, die Antwort lautet ganz eindeutig: Nein.
Es ist nie zu spät, um mit einer guten Sache anzufangen.

Beinahe täglich ließt man in der Zeitung Dinge wie: ein Rentner wurde überfallen, einer 85-jährigen wurde die Handtasche entrissen, jemand ist in eine Seniorenwohnung eingedrungen und ähnliches.
Das fortgeschrittene Lebensalter lässt diese Menschen für einen Übergriff geeignet erscheinen, weil man Ihnen Schwäche unterstellt und

Straftäter suchen sich Opfer - keine Gegner.

Als Anfänger und gerade als älterer Anfänger ist man natürlich nicht so flott, so kraftvoll oder so geschmeidig wie die Jüngeren und Fortgeschrittenen,
aber diese Defizite werden von älteren Leuten nicht selten durch Disziplin, Konzentrationsfähigkeit, Geduld und Zielstrebigkeit ausgeglichen.
Wer bisher im Leben etwas erreicht hat, wird das auch „auf der Matte“ tun.

Dazu ist es auch völlig unwichtig, wie leistungsfähig jemand als Anfänger ist oder sein zu müssen glaubt und welche Eigenschaften man sonst mitbringt: es geht darum, sich auf den Weg zu machen.

Und was kann dagegen sprechen, seine Reflexe, Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit und damit seine Gesundheit verbessern zu wollen?

Aber ich bin doch körperlich überhaupt nicht in der Lage....

Haben Sie andere Bedenken gegen einen Einstieg in einen Kampfsport, fühlen Sie
sich vielleicht zu dünn und zu schwach dafür?
(Alternativfragen könnten lauten: muss ich da nicht erst einmal fitter werden, 10 kg abnehmen, einen Spagat können?)

Schön wäre das, aber wie erreicht man das? Durch nichts tun?

Wer bei einem Marathon das Ziel erreichen möchte, muss laufen.
Schwimmen kann man leider nur rein theoretisch durch Bücherlesen lernen und wer sich verteidigen können möchte, muss eben dies in einer entsprechenden Einrichtung, sei es ein Verein oder eine Kampfsportschule erlernen.

Selbstverteidigungskurse von Volkshochschulen oder anderen Bildungsstätten sind hilfreich, wenn man mal etwas Einblick in das Thema bekommen möchte, aber Sicherheit und Routine gewinnt man nur durch regelmäßiges Üben.

"Aber ich bin doch nicht so ein Raubein"

Vielleicht meinen Sie auch, „dass da doch nur so ungehobelte Schlägertypen rumlaufen?“
Diese Annahme ist völlig unbegründet. Der Begründer des Aikido, Morihei Ueshiba brachte es auf den Punkt: „Das wahre Wesen der Kampfkunst ist die Freundschaft“. Kampfsportler sind üblicherweise ausgeglichene und freundliche Menschen.

Jede Schule und jeder Verein hat seine Ordnung, in der der Umgang untereinander geregelt ist. In jedem Verband gibt es verbindliche Verhaltensregeln wie den Eid des TeakwonDo, die Regeln des Karate und ähnliche mehr. Dies sind Ehrenkodexe!
Vergessen Sie die rüpelhaften und rücksichtslosen Trainer aus „KarateKid“ und ähnlichen Filmen.
Wer sich so verhält, dem laufen die Schüler weg, es sei denn diese hätten anders gelagerte Probleme.

Informieren Sie sich in Ihrer Stadt oder Nähe, welche Angebote es gibt. Einige Vereine betreiben tatsächlich ausschließlich Wettkampf- Leistungssport, aber es gibt auch häufig reine Selbstverteidigungsgruppen, spezielle Trainingsstunden für Ältere oder Mischformen davon. Kontaktieren Sie den für Sie in Frage kommenden Verein, man erteilt Ihnen sicher gerne Auskunft und lädt Sie zu einem Probetraining ein.

Einstieg jederzeit möglich

Ich selbst habe mit über 50 Jahren im Kagura Gym e.V. (Hemer) mit dem Senkido angefangen und betreibe dies seit jetzt 2 Jahren mit viel Freude und übrigens bisher ohne nennenswerte Verletzungen.
Gut, die Koordination der Bewegungen fällt nicht mehr so leicht wie früher und bei manchen Abläufen oder Techniken habe ich unter Umständen schon manchmal das Gefühl, es nie zu begreifen und schon gar nicht erlernen zu können.

Anfangs fühlte ich in der Gruppe neu und schon deswegen etwas unsicher, dann haben die da alle noch so komische Anzüge an mit diesen bunten Gürteln und benutzen chinesische, japanische oder koreanische Ausdrücke. Das wird Ihnen eventuell auch so gehen.

Aber Achtung: Solche Gefühle hat am Anfang jeder. Die hatten auch die Leute, die jetzt mit dem dicken schwarzen Gürtel vor der Gruppe stehen und unterrichten.

Es geht nicht darum, perfekt zu sein, es geht darum, sich selbst verbessern zu wollen.
Und das kann man immer tun, auch als „Oma“ oder „Opa“

Und selbst, wenn am Ende kein neuer Bruce Lee herauskommt:
Schon nach einigen Monaten Training werden Sie mit sehr großer Wahrscheinlichkeit beweglicher, kräftiger und ausdauernder als die meisten Ihrer Altersgenossen und in jedem Fall leistungsfähiger und selbstbewusster sein als in diesem Augenblick.

Der beste Zeitpunkt mit einem Kampfsport zu beginnen ist heute.
Nicht morgen. Nicht nächste Woche. Nicht in einem Jahr. Heute.

http://www.kagura-gym-hemer.com/

Nachsatz:
Vernünftigerweise sollte man sich, wie bei allen anderen Sportarten auch, vor dem Trainingsbeginn sportärztlich untersuchen lassen, insbesondere wer

- während der letzten fünf Jahre nicht regelmäßig sportlich aktiv war
- über 35 Jahre alt ist (Untersuchung regelmäßig wiederholen)
- einen oder mehrere folgender Risikofaktoren hat:
Herzerkrankung, Bluthochdruck oder eine genetische Anlage dazu, Gelenkbeschwerden, Übergewicht, Diabetes mellitus, Rauchen, eine gerade überstandene ernsthaftere Krankheit, Operation oder Schwangerschaft

Autor:

Burkhard Flanz aus Hemer

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