Sprache ist Schlüsselfunktion bei Flüchtlingsintegration

Hermann-Josef Stracke (Gemeindereferent im Pastoralverbund), Pastor Dietmar Schulte (Leiter Pastoralverbund Hemer) und Bürgermeister Michael Heilmann freuten sich, den Spendencheck über 12.000 Euro an Daniel Braun und Thomas Sprenger übergeben zu können (v.l.). Foto: Günther
  • Hermann-Josef Stracke (Gemeindereferent im Pastoralverbund), Pastor Dietmar Schulte (Leiter Pastoralverbund Hemer) und Bürgermeister Michael Heilmann freuten sich, den Spendencheck über 12.000 Euro an Daniel Braun und Thomas Sprenger übergeben zu können (v.l.). Foto: Günther
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KEA erhält 12.000 Euro für den Sprachunterricht von Flüchtlingen ohne Bleiberecht

Integration gelingt am besten durch Sprache. Diese Erkenntnis ist zwar nicht neu, aber in der heutigen Zeit wichtiger denn je. Aus diesem Grund versucht man auch in Hemer den aufgenommenen Flüchtlingen möglichst schnell die deutsche Sprache zur Kommunikation beizubringen. Zu diesem Zweck erhielten nun die Verantwortlichen der KEA eine Spende in Höhe von 12.000 Euro.

Von André Günther

Hemer. Am Runden Tisch im Februar 2018 in der Kommunalen Erstaufnahmeeinrichtung am Apricker Weg durfte auf Einladung von Hemers Bürgermeister Michael Heilmann auch der Pastoralverbund Hemer teilnehmen. Viele gute Gespräche haben dort zwischen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Vertretern stattgefunden und die ergaben ein wichtiges Ergebnis. Zentrales Thema dabei waren die Sprachkurse. Natürlich wurden bereits einige Sprachförderungen über die Volkshochschule angeboten, doch die Vertreter des Pastoralverbundes haben erkannt, dass diese noch vielfältiger und intensiver durchgeführt werden sollten.
So konnten in Hemer Fördermittel des Erzbistums Paderborn gewonnen werden, um den Sprachunterricht für Flüchtlinge in noch intensiverer Form anbieten zu können. 12.000 Euro hat der Pastoralverbund nun den Verantwortlichen der Stadt Hemer in der Kommunalen Erstaufnahmeeinrichtung überreicht. 11.000 Euro stammen dabei aus dem Erzbistum Paderborn, 1.000 Euro aus dem Pastoralverbund Hemer.
„Wir haben hier die Räumlichkeiten und auch schon bereits Kontakt zur AWO aufgenommen. Die ist bereit, uns Dozenten für den Sprachunterricht zur Verfügung zu stellen“, meint Thomas Sprenger vom Fachdienst Soziales. Auch Integrationskoordinator Daniel Braun freut sich über die finanzielle Unterstützung. „Mit dem Geld können wir nun die Flüchtlinge schulen, die kein Bleiberecht in Deutschland haben, bei denen wir aber nicht wissen, wie lange sie dennoch hier bei uns bleiben werden. Um sie zu integrieren, ist es einfach wichtig, dass sie sich auf Deutsch verständigen können. Mit dem Geld haben wir nun die Möglichkeiten dazu.“
Insgesamt können von den 12.000 Euro vier Sprachkurse á 250 Stunden für bis zu 25 Personen je Kurs angeboten werden. Dabei wird darauf geachtet, dass Flüchtlinge in einem Kurs zusammengefügt werden, die in etwa eine vergleichbare schulische Ausbildung haben. „Es gibt unter den Flüchtlingen auch zahlreiche Analphabeten. Da ist es natürlich wesentlich schwieriger und eine komplett andere Herangehensweise, denen Deutsch in 250 Stunden beizubringen“, erklärt Daniel Braun eine der besonderen Herausforderungen. Aktuell leben in Hemer 143 Flüchtlinge, wovon noch etwa 80 in der KEA untergebracht sind. Über 60 weiteren sind bereits entsprechende Wohnungen im Stadtgebiet zugewiesen worden. 

Autor:

Christoph Schulte aus Hemer

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