Erinnerung an ermordete Juden aus Hemer wachhalten!

Das historische Foto zeigt die jüdische Familie Bartmann aus Hemer, von denen Salomon und Mathilde Bartmann (sitzend, Mitte und re.) von den Nationalsozialisten deportiert und später ermordet wurden.
  • Das historische Foto zeigt die jüdische Familie Bartmann aus Hemer, von denen Salomon und Mathilde Bartmann (sitzend, Mitte und re.) von den Nationalsozialisten deportiert und später ermordet wurden.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Christoph Schulte

In den Jahren der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft sind auch mindestens 40 Hemeraner jüdischen Glaubens ermordet worden. In vielen Städten Deutschlands wird mittels sog. „Stolpersteine“ (auch in Hemer gibt es einen für Arthur Gottschalk) dieser Männer, Frauen und Kinder gedacht.

Der Verein für Hemeraner Zeitgeschichte (VHZ) hat sich nach langer Diskussion entschieden, in Hemer eine eigene Form des Gedenkens zu finden und strebt daher an, in Kooperation mit der Stadt Hemer an „prominenter“ Stelle in der Innenstadt einen Gedenkort mit einem Mahnmal zu schaffen, weil der jüdische Friedhof mit seinem Gedenkstein aufgrund seiner abgelegenen Lage am Perick nur wenig Beachtung findet. „Wichtig war uns dabei vor allem, auch die Hemeraner Bevölkerung in den Prozess einzubeziehen“, so Hans-Hermann Stopsack. Daher lobt der Verein einen Wettbewerb für ein in der Innenstadt zu errichtendes Mahnmal aus.

Für die traurige Thematik sensibilisieren

Dabei gelten u.a. folgende Bedingungen:
- Das Material ist beliebig, sollte aber wetterbeständig sein.
- Folgende Namen von jüdischen Bürgern, die aus Hemer deportiert und später ermordet wurden, sollten erscheinen: „Mathilde und Salomon Bartmann, Josef und Max Blumenthal, Elfriede, Julius und Ruth Friedland, Albert und Julie Steuer, Arthur und Siegmund Gottschalk“
- Ausgelobt werden für den 1. Preis 500 Euro, für den 2. Preis 200 Euro und für den dritten Preis 100 Euro.
- An der Auslobung können neben Einzelpersonen auch Gruppen und Schulklassen teilnehmen. So wurden u.a. bereits alle weiterführenden Schulen in Hemer, Gymnasien und Gesamtschule in Iserlohn und Menden, die Designklassen des Berufskollegs Iserlohn, die Kunstvereine und die Jugendkunstschule angeschrieben.
- Einzureichen sind Zeichnungen und/oder Modelle, bei Bedarf auch mehrere Entwürfe.
-Die Entwürfe sind bis zum 23. Juni 2014 bei Stadtarchivar Eberhard Thomas (Nelkenweg 1-3) oder beim Vorsitzenden Hans-Hermann Stopsack (Dulohweg 20) einzureichen.
„Da für uns als Verein aber auch allein schon der Entstehungsprozess einen eigenen Wert hat, um die Erinnerung an die Geschehnisse wachzuhalten, kommen wir auch gerne einmal vor allem bei Schulkassen, die sich beteiligen wollen, vorher in den Unterricht, um die Schüler für diese Thematik zu sensibilisieren und Fragen zu beantworten“, verspricht Vorstandsmitglied Peter Klagges.
Weitere Infos gibt es unter Tel.: 02372/16123.

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