Echte Eishockey-Liebe!
PUCK - das Eishockeymuseum auf der Zielgeraden vor der Eröffnung

Marco Voge, Christian Schweitzer, Rainer Tüttelmann, Stefan Klein und Bernd Schnieder - hier hinter einem Eishockeytor in Originalgröße - fiebern bereits der Eröffnung entgegen. Foto: Schulte
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Am 25. April vor 25 Jahren wurde der IEC gegründet. Und genau diesen historischen Tag peilen die "PUCK"-Organisatoren nun an, damit Deutschlands aktuell einziges Eishockeymuseum endlich das Licht der Welt erblickt.

Von Christoph Schulte

Und nach der einen oder anderen Verzögerung liegen die vielen ehrenamtlichen Helfer nun richtig gut im Zeitplan. Die meisten Vitrinen sind bestückt, Filmsequenzen geschnitten und jede Menge erstaunlicher Ausstellungsstücke heimischer Eishockey-Historie (und auch darüber hinaus) haben ihren Platz gefunden. "In den letzten Wochen stehen nur noch Detailarbeiten wie Beschriftungen an", erläutert Rainer Tüttelmann, der das Ganze organisiert.

Eishockeytor in Originalgröße

Gerade ist ein originalgetreues Eishockey-Tor angeliefert worden, das Michael Weist vom Iserlohner Unternehmen GEG-Glümer nachgebaut hat. Finanziert wurde die Herstellung dieses Ausstellungsstücks aus Mitteln des NRW-Heimat-Förderprogramms. "Bevor jetzt echte Hockey-Experten kritisieren, dass die Maße doch nicht stimmen", so Rainer Tüttelmann mit einem Schmunzeln, "sie haben recht, aber ein Originaltor hätten wir aufgrund seiner zu großen Tiefe hier nicht unterbekommen. Breite und Höhe stimmen jedoch. Zum Trost: Das Tornetz stammt direkt aus der Iserlohner Eissporthalle am Seilersee." Ein Kompromiss, dem sicherlich auch eingefleischte Eishockey-Fans etwas abgewinnen können.

Aktuelle Konzeption setzt auf Interaktivität

Und da das zukünftige Eishockey-Museum so rein gar nicht mehr mit einem verstaubten Museums-Image zu tun haben will, setzen die Organisatoren auf Interaktivität. "Wir haben bei unserer modernen Konzeption Wert darauf gelegt, dass die Besucher in allen Räumen aktiv werden und Dinge ausprobieren können", erklärt Stefan Klein, der für die technische Umsetzung verantwortlich ist. So rufen kleine Film-Sequenzen bewegende Momente heimischer Eishockey-Geschichte in Erinnerung oder können Teile einer Torwart-Ausrüstung anprobiert werden. Mit Hilfe einer 3D-Brille erleben die Besucher realitätsnah, wie sich ein Goalie fühlt, wenn gegnerische Spieler auf ihn zu laufen und die kleinsten Besucher können sich an einer Spielkonsole im Eishockey versuchen.

Fünf Räume - fünf Themen

"Wir haben die fünf unterschiedlichen Räume ganz bewusst nicht zeitlich geordnet, sondern verschiedenen Themen gewidmet", so Rainer Tüttelmann. Zwar beschäftigt sich der erste Raum verständlicherweise mit der Gründung des EC Deilinghofen, aber anschließend folgen nicht etwa Iserlohner EC und Roosters, sondern z. B. Schiedsrichter und Nationalteam, Heinz Weifenbach, Fans, Sonderzüge oder auch andere heimische Amateur-Clubs. "Wir werden auch immer wieder Stationen austauschen, denn im Keller haben wir noch unfassbar viele tolle Spenden, die alle einen ideellen Wert besitzen und es irgendwann verdient haben, der Öffentlichkeit präsentiert zu werden", sagt Rainer Tüttelmann mit dem Hinweis auf aktuell 114 Spender, die dem Museum die stolze Zahl an 870 besonderen Ausstellungsstücken zur Verfügung gestellt haben.

Marco Voge infiziert vom Eishockey-Virus

Bei einer Vorab-Stippvisite zeigte sich auch der heimische Landtagsabgeordnete Marco Voge tief beeindruckt von dem Gesehenen. "Ich bin seit meiner Kindheit infiziert vom Eishockey-Virus und ich fühle mich hier fast wie im Schlaraffenland." Hemers Erster Beigeordneter Christian Schweitzer war ebenfalls voll des Lobes: "Man merkt, dass hier nicht nur Geld drinsteckt, sondern ganz viel Herzblut und ehrenamtliche Zeit."

"Hier steckt ganz viel Herzblut drin"

Gehören die beiden ersten Öffnungstage voraussichtlich noch geladenen Gästen, öffnet "PUCK" anschließend immer Freitag bis Sonntag zwischen 13 und 17 Uhr für die Öffentlichkeit - und das kostenfrei! "Wir werden zu den Zeiten stets mit zwei Ehrenamtlichen, darunter auch einige frühere Spieler, vor Ort sein" erläutert Rainer Tüttelmann, "zum einen für eventuelle Fragen der Besucher und zum anderen, um die den Einlass zu kontrollieren. Mehr als 20 bis 30 Besucher gleichzeitig ginge aus Platzgründen nicht. "Schließlich sollen alle dieses Eishockey-Erlebnis genießen!" "Jeder, dessen Herz für das Eishockey schlägt, wird das hier in vollen Zügen genießen."

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