Ein Stück heimische Eisenbahngeschichte "en miniature"
STADTSPIEGEL-Serie "Die geschenkte halbe Seite" - Heute: Die Bahnfreunde MK e. V.

Im Rahmen unserer Aktion "Die geschenkte halbe Seite" präsentiert sich heute der Verein "Bahnfreunde MK", der aktuell einen Streckenabschnitt zwischen Iserlohn und Nachrodt in den 60er Jahren detailgetreu nachbaut. Zu jener Zeit fuhren noch Dampfloks über die Brücke bei Pater und Nonne.
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  • Im Rahmen unserer Aktion "Die geschenkte halbe Seite" präsentiert sich heute der Verein "Bahnfreunde MK", der aktuell einen Streckenabschnitt zwischen Iserlohn und Nachrodt in den 60er Jahren detailgetreu nachbaut. Zu jener Zeit fuhren noch Dampfloks über die Brücke bei Pater und Nonne.
  • Foto: alle Fotos: Bahnfreunde MK e. V.
  • hochgeladen von Christoph Schulte

Im Rahmen der beliebten STADTSPIEGEL-Aktion "Die geschenkte halbe Seite" stellt sich im Folgenden der Verein Bahnfreunde MK vor.

Iserlohn/Hemer. Die Bahnfreunde MK gibt es seit Mai 2011, gegründet zuerst als Interessengemeinschaft, als Verein sind wir seit Juni 2016 eingetragen.
Wir sind ein Zusammenschluss von derzeit 15 Bahnfreunden mit dem Zweck, das Hobby der Beschäftigung mit den Eisenbahnen im Märkischen Kreis und Umgebung in kultureller und technikhistorisch bedeutsamer Form zu recherchieren, zu dokumentieren, als Modell darzustellen und die Ergebnisse der Öffentlichkeit zu präsentieren. Wir bauen derzeit eine Segmentanlage, die einen Abschnitt der Ruhr-Sieg-Strecke im Bereich des Bahnhofes Nachrodt darstellt. Dazu haben wir den Gleisverlauf in den 60er Jahren nachgebildet; auf der Anlage kann aber jedes Mitglied an Zügen fahren, was gefällt. Nur zu besonderen Anlässen werden vorbildgerechte Züge entsprechend der jeweiligen Ära vorgeführt. Die Anlage ist mit Material der Firma Märklin in Digitaltechnik aufgebaut. Auf den zehn Modulen mit insgesamt über 11 Metern Länge wird auf der Betrachterseite der Bahnhof mit Gütergleisen zu sehen sein, während sich hinter der Rückwand ein großzügiger Schattenbahnhof befindet. Derzeit wird meist mit einer CS2-Steuerung gefahren, probeweise ist auch schon mit Computersteuerung experimentiert worden. Wir haben geplant, später mit bis zu zwölf Zügen vollautomatisch Betrieb zu machen. Durch die langen Gleise im Schattenbahnhof können auch richtig lange Züge mit bis zu 30 Waggons gefahren werden. Im Nachrodter Bahnhof selbst kann zusätzlich rangiert werden, die Gleisanschlüsse erlauben so die vorbildgerechte Andienung der dortigen Industriebetriebe im Lennetal. Selbst der Anschluss zu den Reynolds-Aluminiumwerken (heute AGN) ist nachgebildet. In den bereits gestalteten Segmenten auf der Altenaer Seite ist eine Tunneleinfahrt sowie ein Waldstück nachgebildet. Zuvor verlassen die Gleise den Bahnhof entlang eines typischen Schrebergartens mit Hühnerstall und laufen entlang an einem Brachland, wie es typisch entlang der Lenne zu finden ist. Dort ist eine Holzabfuhr mit Jagdszene nachgebildet. Eine Gleisbaustelle vor dem Tunnel ist auch zu sehen. Auf der Letmather Seite ist das zweite Segment mit Brückenbauwerken in Ausgestaltung. Derzeit wird an der nach Lasbeck führenden Brücke gearbeitet.
An der Seite, wo die Gleise aus Letmathe entlang der Lenne in den Bahnhof einlaufen, ist auch die Rampe der Strecke nach Iserlohn im Hintergrund aufgebaut. Der Betrieb dieser Strecke ist autark, separat befahrbar und hat an beiden Enden Schattenbahnhöfe. Der Betrieb soll computergesteuert selbstständig mit bis zu fünf Zügen laufen.
Wir wollen unsere Mitglieder auch an den Holz-, Kunststoff- und Metallbau heranführen sowie mit dem Umgang von plastischen Werkstoffen vertraut machen. Auch die Grundlagen der Elektrotechnik und Elektronik können vermittelt werden. Derzeit werden vier jugendliche Mitglieder (beitragsfrei) bei uns in den Modellbau eingelernt. Natürlich kommt auch der Fahrspaß nicht zu kurz.
Bei der Landschaftsgestaltung werden Zusammenhänge aus der Natur und dem Hoch- und Tiefbau nachvollziehbar. Beim Aufbau von Anlagen werden auch die Grundlagen von Anlagenplanungen berücksichtigt.
Unser Beschäftigungsfeld rundet sich ab durch fotografische Dokumentation der Vorgänge, die derzeit in der Region den Bahnbetrieb beeinflussen. Ein unregelmäßig erscheinender Infobrief informiert über Baufortschritte der Anlage sowie das Geschehen beim großen Vorbild in der Region.
Die Bahnfreunde MK zeigen in ihrem Hobby genau das Spannungsfeld, das durch die technischen, politischen und sozialen Veränderungen den Bahnbetrieb der Region beeinflusst.

- Kontakt über Thomas Röding (Schriftführer) unter Tel.: 02372 / 16475 in Hemer oder Gerd Goronzi (Tel.: 02371 / 964381) in Iserlohn.
- Clubabende sind immer donnerstags ab ca. 18.30 Uhr in Hemer-Deilinghofen.

- Weitere Infos unter: www.bahnfreunde-mk.de Die Bahnfreunde MK beteiligen sich regelmäßig mit Aktionen an Kinder-Ferienfreizeiten. Vereinsmitglieder beim Bau einer Brücke aus Gips. Gleichgesinnte, die:
1) mit Bildern, Berichten und Erzählungen helfen, die Eisenbahngeschichte im Raum des Märkischen Kreises zu dokumentieren.
2) ein Stück Eisenbahngeschichte im Modell nachbilden.
3) bei Ausstellungen die Geschichte wieder erlebbar machen. Gesucht werden...

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