Farbige Zeiten an der Wetterstraße

Christa Stronzik (r.), Dr. Jochen Plaßmann von der Dörken-Stiftung und Prof. Dr. Inge Habig vom Kunstbeirat der Stiftung bei der offiziellen Eröffnung
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  • Christa Stronzik (r.), Dr. Jochen Plaßmann von der Dörken-Stiftung und Prof. Dr. Inge Habig vom Kunstbeirat der Stiftung bei der offiziellen Eröffnung
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Ein neues Museum für Herdecke: Zum Abschluss der „Local Heroes“-Woche in der Ruhrstadt wurde die Dr. Carl Dörken-Galerie an der Wetterstraße offiziell eröffnet.Die Galerie ist ein Beitrag zum Kulturhauptstadtjahr und wurde auf rein private Initiative, ohne öffentliche Mittel gebaut. In der Galerie zeigt die Dörken-Stiftung Werke aus ihrer umfangreichen Sammlung.

„Das ist ein Höhepunkt unserer Stiftungsarbeit“: Dr. Jochen Plaßmann, Vorstand der Werner Richard - Dr. Carl Dörken-Stiftung ist sichtlich stolz auf die Dörken-Galerie. In nur knapp einem Jahr Bauzeit wurde aus einer „Rumpelkammer“ auf dem Dachboden einer Industriehalle auf dem Gelände der Dörken AG, ein moderner Ausstellungsraum, der sich sehen lassen kann.
Die neue Galerie ist ein Beitrag zur RUHR.2010 und wurde auf rein private Initiative hin und ohne öffentliche Mittel gebaut. „Wir haben alle Kräfte gebündelt, damit wir noch auf der Zielgeraden der Local Heroe-Woche fertig werden“, so Plaßmann.
Gut 750.000 Euro hat sich die Stiftung den Ausbau der alten Produktionsstätte in eine moderne, lichtdurchflutete, 450 Quadratmeter große Ausstellungshalle kosten lassen. Das offene Dachgeschoss einer Industriehalle auf dem Werksgelände der Ewald Dörken AG schien mit einer lichten Höhe von rund 6,5 Metern für die geplante Galerie wie geschaffen.
In Erinnerung an ihren zweiten Namensgeber Dr. Carl Dörken, dem Mitgründer einer Farbenfabrik, erwirbt die Stiftung seit 1994 Kunstwerke, die sich mit dem „Phänomen Farbe“ auseinandersetzen. Diese Bilder stehen den Museen in Hagen, Dortmund und Münster als Dauerleihgaben zur Verfügung. Warum also ein eigenes Museum? Dr. Jochen Plaßmann: „Viele Bilder unserer Sammlung liegen derzeit in den Depots der Museen in Hagen und Dortmund. Wir wollen unsere schöne Sammlung aber gerne ständig zeigen.“
Mit einer zweiten Förderlinie kauft die Stiftung Kunstwerke regionaler Künstler an, um das künstlerische Leben in diesem Umfeld zu dokumentieren. Mit den Kaufpreisen werden die häufig noch unbekannten Künstler unterstützt, um Kataloge oder Ausstellungen finanzieren zu können. Insgesamt wurden in den 15 Jahren des Sammlungsaufbaus mehr als 150 Kunstwerke im Gesamtwert von deutlich über einer Million Euro angekauft. In der Eröffnungsausstellung sind zunächst rund 30 Werke von Franz Gertsch, Otto Piene, Jürgen Partenheimer, thomas Keßler und Jürgen Paatz gezeigt.
Danach ist eine Retrospektive des vor zwei Jahren verstorbenen Herdecker Künstlers Rudolf Vombek geplant.
Öffnungszeiten: Samstags von 14 bis 17 Uhr, sonntags von 11 bis 17 Uhr, vor Konzerten bis 18.30 Uhr. Öffentliche Führungen finden samstags und sonntags jeweils um 16 Uhr statt.

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