Gemeindehaus: Ein Modell gibt es schon

Gruppenbild mit Modell: (v.l.) Die Architekten Ralf Krug, Raoul Zamel, Pfarrer Christoph Gerdom und Baukirchmeister Günter Breucking.
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  • Foto: Foto: Stadt Herdecke
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Ein wichtiger Meilenstein zum Neubau des neuen Gemeindehauses ist erreicht: Sieger des von der Ev. Gemeinde ausgelobten Architektenwettbewerbes ist ein Entwurf des Architekturbüros „Zamel Krug“ aus Hagen.
„Ich habe schon viel Zustimmung aus der Gemeinde für dieses Modell vernommen“, berichtete Pfarrer Christoph Gerdom am Donnerstag bei der Präsentation des Siegerentwurfs in der Stiftskirche. Das Modell punktete bei der Jury, die sich aus Vertretern der Gemeinde, der Stadt und externen Architektur-Experten zusammensetzte, vor allem durch die gelungene städtebauliche Lösung und die differenzierte Raumgestaltung für die verschiedenen Gemeindegruppen.
Das Obergeschoss des Philipp Nicolai-Hauses wurde im Oktober 2008 durch einen Brand weitgehend zerstört. Die Gemeinde entschloss sich daraufhin für einen Neubau. An dem Wettbewerb nahmen sieben Architektenbüros aus der Region teil. Nach einer Prüfung der Arbeiten durch das Büro Post/Welters aus Dortmund vergab die Jury den mit 7.000 Euro dotierten 1. Preis an das Büro "Zamel Krug". Zwei mit jeweils 2.750 Euro dotierte dritte Preise gingen an das Architektenbüro „dreibund“ aus Bochum und an das Büro Neubürger, ebenfalls aus Bochum.
Der Siegerentwurf überzeugte die Jury vor allem durch seine gelungene Gliederung. So erhalten das Gemeindezentrum, der Kindergarten und der Jugendraum jeweils einen eigenen Eingang. Trotz dieser Trennung sind die einzelnen Areale aber miteinander verbunden, was die Nutzungsmöglichkeiten für unterschiedliche Veranstaltungen deutlich erhöht.
Der Kindergarten liegt zur „stilleren“ Friedensstraße hin und bekommt einen Zugang zum neu gestalteten Außenbereich. Diese „grüne Erholungszone“ ist übrigens auch vom Gemeindesaal aus zugänglich.
Architekt Raoul Zamel war es zudem wichtig, die Verbindung des zweigeschossigen Gebäudes mit Flachdach zur Stiftskirche deutlich zu machen: „Wir haben deshalb den Eingangsbereich des Gemeindesaals zur Stiftsstraße hin verlegt.“
Interessierte haben nun bis zum 25. November Zeit, sich alle sieben Entwürfe in der Stiftskirche anzuschauen. Zu sehen sind die Pläne sonntags nach dem Gottesdienst von 11 bis 12 Uhr, dienstags von 18 bis 20 Uhr, donnerstags von 10 bis 12 Uhr sowie samstags von 10 bis 12 Uhr. In einer Versammlung am 25. November haben alle Gemeindemitglieder noch einmal die Möglichkeit, ihre Meinung zu den Entwürfen kund zu tun. Welches Modell nun das Rennen macht, wird das Presbyterium am 13. Dezember beschließen. „Aber ich gehe mit hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass es der von der Jury ausgezeichnete Entwurf werden wird“, so Gerdom.
Die Finanzierung für den Neubau ist gesichert: „Es war die Vorgabe des Presbyteriums an die Planer, dass ein Neubau nicht teurer als 1,8 Millionen Euro werden darf“, so Baukirchmeister Günter Breucking. „Das kriegen wir durch Spenden, die Versicherungssumme und einen Landeszuschuss in Höhe von 380.000 Euro für die U3-Betreuung im Kindergarten ohne Schulden hin.“
Wenn alles so läuft wie von der Gemeinde geplant, kann mit dem Abriss des alten Nicolai-Hauses im April/Mai nächsten Jahres gerechnet werden.

Autor:

Jens Holsteg aus Herdecke

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