Kunstprojekt am Flughafen von Misurata: Gläsernes Denkmal sagt "NEIN" zur bewaffneten Gewalt

"NO" - Installation am internationalen Flughafen von Misurata, Libyen
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Am 5. April 2014 wurde eine Installation des weltweit renommierten Künstlers Mohammad Bin Lamin außerhalb der neuen Ankunftshalle des internationalen Flughafens von Misurata in Libyen eingeweiht. Die Installation setzt ein klares Zeichen gegen Waffen und Gewalt.

Das Kunstwerk besteht aus riesigen, gläsernen Lettern, die das Wort "NO" bilden und Hunderte von Spielzeugwaffen enthalten. Diese Spielzeugwaffen wurden Im Rahmen eines Projekts der "DanChurchAid" in Misurata gesammelt, das Teil eines Programms zur Reduzierung bewaffneter Gewalt ist. In einem Jahr hat das Programm mehr als 1.100 Spielzeugpistolen gesammelt, die von Kindern freiwillig im Austausch gegen LEGO-Boxen abgegeben wurden, die von der LEGO-Stiftung gespendet wurden.

"Wir wollten die Spielzeugpistolen haben, um damit etwas Sinnvolles zu tun und das war der Anlass, der uns zu einer Zusammenarbeit mit Mohammad Bin Lamin führte. Dieses von Bin Lamin gesetzte Denkmal sagt nun klar und deutlich, dass hier bewaffnete Gewalt nicht akzeptiert wird", sagt Sara Rijavec, AVR Projektkoordinator für DCA in Libyen.

Mohammad Bin Lamin ist ein autodidaktischer Künstler aus Misurata. Im Februar 2011, bei Ausbruch der Revolution, wurde er verhaftet und von den Sodaten des Gaddafi-Regimes im berühmt-berüchtigten Gefängnis von Abu-Salim in Tripolis inhaftiert. Erst ein halbes Jahr später wurde er wieder freigelassen, als die Revolution vorbei und das Regime gestürzt worden war.

"Ich habe zugesagt, dieses Denkmal zu errichten, weil die Botschaft dahinter sehr wichtig ist, besonders zu dieser Zeit in Libyen. Als die Kinder die Spielzeugpistolen herausgaben, die dann zur "Füllung" der gläsernen Installation wurden, taten sie genau das, was wir jetzt auch von den Erwachsenen erwarten", sagte Mohammad Bin Lamin. Jedenfalls werden ab jetzt mehr als eine Millionen Passagiere pro Jahr ein gut sichtbares Zeichen gegen bewaffnete Gewalt am internationalen Flughafen von Misurata sehen können.

Gemeinsam mit Mohammad Bin Lamin wird Heinz Gövert aus Herdecke im Juni des kommenden Jahres in Los Alamos in New Mexico ausstellen. Auf Einladung der US-amerikanischen Künstlerin Harriette Lawler, die viele Jahre lang in New York für das "Rolling Stone Magazine" gearbeitet hat, nehmen die Künstler an einer Ausstellung mit dem Titel "Threading Through" teil, was frei übersetzt etwa bedeutet "Wie man sich durch's Leben schlägt".

"NO" - Installation am internationalen Flughafen von Misurata, Libyen
Der international renommierte Künstler Mohammad Bin Lamin aus Misurata, Libyen

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