Was Sie hören und was Sie besser lassen sollten

Heute wenden wir uns mal dem Altersheim der Rockstars zu und untersuchen, ob die jungen Wilden immer mehr Power als die betuchteren Herren haben müssen.

Vor 50 Jahren trafen sich Mick Jagger und Keith Richards auf einem Bahnsteig in Dartford. Der Rest ist Geschichte und über die Rolling Stones muss man heute eigentlich kein Wort mehr verlieren, es sei denn sie selber oder einer ihrer Protagonisten veröffentlichen ein neues Album. In diesem Fall formierte der fast 70 jährige Jagger eine Band um sich und zwar nicht irgendeine, sondern Schwergewichte der Szene, so dass der Name Superheavy geradezu passend erscheint.

Neben dem Rolling Stones Frontmann sind noch Joss Stone, Dave Stewart (Eurythmics), Damian Marley (Sprössling von Bob Marley) sowie der Oscar Gewinner A.R. Rahman mit von der Partie. Bei so vielen Stars mischen sich die einzelnen Stilrichtungen auf einem Silberling. Soul trifft auf Pop und Blues auf Reggae. Im weitesten Sinne kann man das schlicht Superheavy getaufte Album auch als Weltmusik bezeichnen.

Der Ausspruch „viele Köche verderben den Brei“ passt hier wie die berühmte Faust aufs Auge. Es sind einige Perlen vorhanden, aber auch viele eher mittelmäßige Stücke. Positiv stechen vor allem „Unbelievable“, „Never gonna change“ und „I can’t take it no more“ hervor.

Hier genieße ich lieber die einzelnen Künstler anstatt dem Superheavysound.

Eine weitere prägende Band der Geschichte ist Velvet Underground. Der Frontmann Lou Reed ging schon früh wie auch Mick Jagger auf Solopfaden und auch mit fast 70 ist er nicht ein bisschen leise. Deswegen hat er sich auch prominente Unterstützung gesucht und diese in der größten Metalband der Welt – Metallica - gefunden.

Das gemeinsame Werk „Lulu“ enthält Stücke, die Lou Reed für die gleichnamige Theaterinszenierung geschrieben hat. Die Protagonisten sagen von dem Werk, dass es weder ein Lou Reed noch ein Metallica Werk ist, was man den Songs auch anhört. Allerdings wird man das Gefühl nicht los, dass hier zwei großartige Künstler nebeneinander spielen und die lauten Gitarren von Metallica so gar nicht zu Lou Reeds verrauchter Stimme passen wollen.

„Iced honey“ und das sich langsam entwickelnde „Cheat on me“ stechen genauso positiv aus dem Werk hervor wie „Little dog“ oder „Junior Dad“ wo die Gitarren sich nicht in den Vordergrund drängen. Auch hier bleib ich lieber bei den Klassikern beider Interpreten.

Autor:

Kay Utermark aus Herdecke

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