Was Sie hören und was Sie besser lassen sollten

Letzte Woche regierten an dieser Stelle die erdigen Gitarren, so dass passend zum traumhaften Herbstwetter heute Platz für Bombast ist.

Brian Eno ist einer der weltweit gefragtesten Musikproduzenten und arbeitete mit so unterschiedlichen Künstlern wie David Bowie, U2, Talking Heads oder Coldplay zusammen. Deren letztes Werk „Viva la vida“ schaffte es in 36 Ländern auf Platz 1 und katapultierte die Briten um Chris Martin auf ein nie erwartetes Erfolgslevel. Mit „Mylo Xyloto“ erschien jüngst ihr fünftes Werk, welches ebenfalls unter Mithilfe von Mr. Eno produziert wurde.

Bereits ihre ersten beiden Alben „Parachutes“ und „A rush of blood to the head“ waren pompös hatten aber eine unbändige Energie und zeigten ihre Wurzeln im Alternativerock. Als großes Vorbild kann man ihre Landsmänner von Radiohead nennen. Die Fans der ersten Stunde konnten den Wandel bzw. die Weiterentwicklung bei den beiden Nachfolgern „X&Y“ sowie „Viva la vida“ hin zum Orchesterrock zum Teil nicht nachvollziehen, denn nun mehr stand der Song mit seinen ganzen Flächen im Vordergrund.

So werden auch jetzt Kritiker Coldplay Ausverkauf vorwerfen, erst recht, wenn man bedenkt, dass Sie mit der R&B Sängerin Rihanna gemeinsam einen Song aufgenommen haben. Freunde von bombastischer ja teils kitschiger Indiepopmusik sei das neue Werk von Coldplay aber ans Herz gelegt, denn Songs wie die Singleauskopplungen „Every teardrop is a waterfall“ oder „Paradise“ sind einfach tolle Songs. Herausheben möchte ich auch noch „Us against the world“; eine tolle Ballade für die jetzt kürzer werdenden Tage.

Auf „Mylo Xyloto“ ist zwar nicht alles Gold was glänzt, aber trotzdem schaffen es die Briten ein tolles Gesamtkunstwerk zu schaffen.

Peter Gabriel hat ein Faible für Weltmusik und lotet immer wieder neue Wege aus. So hat er bereits vor zwei Jahren mit „Scratch my back“ Songs mit Orchester aufgenommen. Waren es damals noch Coverversionen wagt er sich auf seinem neuen Werk „New blood“ an seine eigenen Songs ran.

Dabei sind die Songs so grandios arrangiert, dass man kaum glauben kann, dass diese auch ohne Orchester funktionieren. Grandios wie das treibende „Digging in the dirt“ umgesetzt wurde oder fantastisch wie ergreifend „In your eyes“ wirkt.

Eigentlich wollte der Brite seinen Überhit „Solsbury hill“ weglassen, da dieser auch nicht so recht ins Gesamtkunstwerk passen mag, aber auf Wunsch vieler Fans findet sich auch von dem Song eine orchestrale Version auf der CD. Getrennt wird „Solsbury hill“ vom Restwerk durch einen Song namens „A quiet moment“. Fast fünf Minuten Stille können auch mal schön sein sofern es dann den Repeatknopf gibt.

Autor:

Kay Utermark aus Herdecke

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