Was Sie hören und was Sie besser lassen sollten

Manchmal bekommt auch ein DJ gute Newcomer zuerst nicht mit und wundert sich dann, wenn man einen Song im Radio hört, der auch in den Charts langsam aber sicher abräumt. So geschehen bei Gotye, der mit „Making mirrors“ bereits sein zweites Album veröffentlicht.

Starten wir aber mit dem zweiten Protagonisten des heutigen Tages – Feist. Die Kanadierin, die Ihren Nachnamen zum Künstlernamen machte, zog 2004 mit ihrem Album „Let it die“ die breite Masse in ihren Bann. Das Album gewann zwei Juno Awards und sollte auch dank der potenten Plattenfirma Universal nur ein erstes Zeichen der 35jährigen sein. Das Nachfolgewerk „The Reminder“ konnte sich schon in oberen Regionen der Verkaufscharts rund um den Globus festsetzen. Nach vierjähriger Pause erschien Ende letzten Jahres das neue Werk „Metals“.

Feist gehört zum Genre Singer/Songwriter verzichtet sie doch auf klare Songstrukturen und erschafft eher sanfte Klangbilder im meist akustischen Gewand. Streicharrangements gehören ebenso zum Instrumentarium wie Pianomelodien und Akustikgitarren. Für die einen plätschert das Album dahin während andere die Schönheit der Songs nach und nach erkunden.

Als Reinhörtipps seien der rhythmische Opener „The bad in each other“, das bedrohliche „A Commotion“ oder das zerbrechliche „Get it wrong get it right“ ans Herz gelegt. „Metals“ ist ein Werk, dessen Schönheit man erst nach und nach entdeckt, aber dies sind bekanntlich ja die besten Alben.

Gotye stammt gebürtig aus Belgien verbrachte aber seine Kindheit und Jugend in Melbourne. Auch er bedient das Singer/Songwriter Genre und arbeitet mit vielen elektronischen und akustischen Elementen. Den Durchbruch schaffte er mit seiner momentanen Single „Somebody that I used to know“, die es bis auf die Pole Position der deutschen Verkaufcharts schaffte.

Die Singleauskopplung erinnert ein wenig an Empire of the sun, die 2010 mit „We are the people“ die Charts kurzzeitig anführten. Das Album ist jedoch vielschichtig und eine Mischung aus Weltmusik und elektronischer Popmusik. Herausstechend sind „I feel better“, welches auch in den 60ern entstanden sein könnte und das hypnotische „State of the art“ mit extrem verzerrten Vocals.

Vielschichtigkeit hat auch immer das Problem der verschiedenen Zielgruppen, so dass zu hoffen bleibt, dass Gotye sich nicht verzettelt, sondern weiter so stimmige Alben wie „Making Mirrors“ produziert.

Autor:

Kay Utermark aus Herdecke

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