Was Sie hören und was Sie besser lassen sollten

Heute geht es um zwei Damen, die mit Ihren Stimmen überzeugen wollen und verschiedene Stilelemente wie Jazz, Blues und Soul mit Pop verbinden. Ob dieses auf den aktuellen Werken gelungen ist, klären wir auf den nächsten Zeilen.

Beweisen muss die Georgierin Katie Melua nach vier Top Ten Alben sicherlich nichts mehr. Ihre ersten beiden Alben „Call of the search“ und „Piece by piece“ mit dem wohl bekanntesten Song „Nine Million Bicycles“ wurden sowohl von den Kritikern als auch von den Fans hoch gelobt. Ausverkaufte Tourneen waren die Folge. Die Musik der 1984 in Tiflis geborenen Melua war dabei schwer zu greifen, war die Mixtur aus Jazz, Blues und Pop doch sehr außergewöhnlich. Mit „Secret Symphony“ erschien nun ihr fünftes Werk.

Diese Melange aus verschiedenen Elementen vermisst man jedoch auf dem neuen Werk zumeist. Den poppigen Weg, den sie auf dem letzten Album „The House“ eingeschlagen hat, geht sie trotz des Zurückkehrens zum Produzenten Mike Batt, der die ersten drei Alben erfolgreich in Szene setzte, kontinuierlich weiter. Die Eigenkompositionen und vier Coverversionen werden fast durchgängig durch Orchesterarrangements weichgespült und mutieren so zu klebrigen Schnulzen.

Das Album wird immer dann gut, wenn die Stimme von Katie mal ihre Facetten zeigt wie in dem chansonartigen „Nobody knows you when you’re down and out“. Dies passiert hier leider nur ganz selten.

Das ich kein Fan von Castingshows und deren vermeintlichen Superstars bin, ist kein Geheimnis. Dennoch hat mich die Qualität von „The Voice of Germany“ überrascht und überzeugt, so dass das Debut der Siegerin hier natürlich auch behandelt werden soll.

Ivy Quianoo, die von den beiden Rockern Boss und Hoss gecoacht wurde, gewann die erste Staffel und präsentiert kurz nach Ende der Show das schlicht „Ivy“ benannte Erstwerk. Die Wahl der jungen Künstlerin mit ghanaischen Wurzeln von BossHoss als Coach verwunderte (insbesondere weil auch Nena und Rea Garvey sie gerne gehabt hätten), da ihre Stimme sehr soulig ist.

„Ivy“ ist insgesamt ein tolles Album mit vielen Einflüssen neben Soul und Pop. Es lässt den Frühling in einem aufkommen und schafft es auch in grauen Tagen gute Laune zu verbreiten. Grandios das aus der Sendung bekannte Duett mit Florence + The Machine und deren Hit „Shake it out“. Aber auch die anderen Songs sprühen vor Spielfreude und Qualität (mit Ausnahme des überflüssigen Duetts mit den BossHoss), die eine lange Karriere im Musikbusiness wünschen lassen.

Autor:

Kay Utermark aus Herdecke

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