Was Sie hören und was Sie besser lassen sollten

Zwei noch junge aus dem deutschsprachigen Raum stammende Sterne am Pophimmel beschäftigen uns heute in der Rubrik „Was Sie hören und was Sie besser lassen sollten“.

Inzwischen wird ja gecastet was das Zeug hält und so werden die nächsten Models, Sänger oder Schauspieler von einer mehr oder weniger qualifizierten Jury gemacht. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis es die Sendung „Deutschland sucht den Superbundeskanzler“ auf den Markt kommt und unsere Volksvertreter auch so zu ihren Sitzen kommen. Für den Eurovision Songcontest gibt es dieses seit zwei Jahren auch, wobei letztes Jahr Lena gegen sich selber angetreten ist. Unser Star für Baku, dem nächsten Austragungsort, ist der einundzwanzigjährige Roman Lob und veröffentlicht nun schon vor dem Großereignis sein Debutalbum „Changes“.

Der Düsseldorfer hat eine markante Stimme, welche bei der zerbrechlichen Ballade „Standing still“, dass er für uns in Baku präsentiert, gut zur Geltung kommt. Gut vorstellen kann man sich sein Timbre auch in Rocksongs. Völlig fehl geht sie allerdings bei den leider hier häufig vorgebrachten Disconummern oder lahmen Popsongs. Neben der Single sticht nur noch „Conflicted“ hervor. Der Rest ist billig zusammen geschustert und wird im Einheitsbrei untergehen.

Maximal 1 Point for Roman Lobs „Changes“.

Ein gutes Jahr älter ist die Schweizerin Stefanie Heinzmann, die von Stefan Raab im Jahre 2008 gecastet wurde und die ihren Song „My man is a mean man“ inklusive dem Album „Masterplan“ oben in den Charts platzieren konnte. Mit dem schlicht „Stefanie Heinzmann“ titulierten Drittwerk will die Walliserin zeigen, dass sie keine Eintagsfliege ist und nicht dem Schicksal der meisten Castingstars unterliegt.

Stefanie Heinzmann ist erwachsen geworden und hat sich von dem Image als schüchternes kleines Mädchen emanzipiert. Mit ihrem neuen Werk möchte sie auch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten Fuß fassen und dies hört man dem Silberling auch an. Hier trifft Soul auf Pop und die Stimme glänzt in ihrem ganzen Volumen. Die Single „Diggin in the dirt“ brilliert mit discotauglichem Beat, aber herausragend sind eher die souligen an Norah Jones erinnernden Nummern.

Als Reinhörtipps dienen „Another love song“ und „Numb the pleasure“, wobei das Album so viele unterschiedliche Facetten bietet, dass man es problemlos durchhören kann. Hoffen wir, dass dieser eingeschlagene Weg die Schweizerin dahin führt, wo sie hin möchte und dies ist für eine Frau aus den Alpen bestimmt ganz nach oben.

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