Was Sie hören und was Sie besser lassen sollten

Wenn eine so stilprägende Band wie die Pet Shop Boys in kürzester Zeit zwei Alben veröffentlichen – wovon eines zugegebenermaßen eine Compilation ist – sollte dieses eine ausführliche Betrachtung dieser Band und der Werke in Ihrer Lieblingszeitung wert sein.

Zählt man die zahllosen Compilations dazu, sind Neil Tennant und Chris Lowe außerordentlich produktiv und versorgen die Fangemeinde rund um den Globus regelmäßig mit neuem Material. „Elysium“ heißt der Nachfolger des 2009er Werkes „Yes“. Die beiden Herren, die sich 1981 in einem Elektronikladen in London kennen lernten, haben die 50 bereits überschritten und müssen der Welt nichts mehr beweisen. Textlich geht es auf dem neuen Silberling somit auch um das Älterwerden, verblassenden Ruhm und Abschied.

Die Thematik erklärt im Prinzip schon, dass keine Gassenhauer a la „Go West“ zu erwarten sind. „Elysium“ ist ein ruhiges Album, welches teilweise an „Behaviour“ und Hits wie „Being boring“ erinnert. Die erste Singleauskopplung „Winner“ wurde passend zu den olympischen Spielen in der Heimatstadt des Duos herausgebracht und bezaubert durch seine Midtempo Melodie. Die zweite Singleauskopplung „Leaving“ gehört neben „A face like that“ zu den Highlights des Albums.

Wenn „Elysium“ der Soundtrack des Alterns ist, dann werde ich gerne älter.

Ebenfalls dieses Jahr erschien die Doppel CD „Format“, welche B-Seiten und Bonusmaterial des Duos aus dem Königreich enthält. Die Songs entstanden alle zwischen 1996 und 2009 und sind damit der Nachfolger der Compilation „Alternative“, welcher die Zeit bis 1994 abdeckte.

Viele Bands wären froh, wenn sie Singles hätten, die die Qualität dieser B-Seiten vorweisen könnten. Man findet auf dem Doppelalbum die komplette Bandbreite der Pet Shop Boys. Discolastige Songs wie das grandiose „The Resurrectionist“ sind genauso vertreten wie Coverversionen („In private“ im Duett mit Elton John“) oder Balladen wie „No time for tears“.

Reinhörtipps gibt es auf dieser Zusammenstellung viele und es beginnt direkt mit dem Opener „The truck driver and his mate“ und endet mit dem letzten Song des Albums „Up and down“. Der Titel beschreibt die 38 Songs am besten: Es gibt hier sehr viele Ups und nur wenige Downs, nämlich dann wenn es zu dancelastig wird.

Hoffen wir, dass die Jungs aus der Zoohandlung noch viele unveröffentlichte Tracks in der Schublade haben und auch noch neue in der Qualität schreiben werden.

Autor:

Kay Utermark aus Herdecke

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