Was Sie hören und was Sie besser lassen sollten

Es gibt Interpreten, bei denen werden die Frauen reihenweise schwach und hängen an den Lippen des Künstlers. Dies liegt nicht immer am Aussehen des Protagonisten, sondern wie im heutigen Fall an den schönen kuschligen Songs, die der Frau von Welt direkt aus der Seele sprechen.

Mit seinem neuen Werk bedient Phil Collins allerdings nicht mehr die Kuschelrockfraktion, die er mit Songs wie „Against all odds“, „I wish it would rain down“ oder „You’ll be in my heart“ verwöhnt hat, sondern geht zu seinen Wurzeln zurück.

Der fast sechzigjährige Ex Genesisfrontmann wurde in den Sechzigerjahren und den damaligen Soul und R&B Hymnen musikalisch sozialisiert. Dies hörte man zum Teil auch in seinen Frühwerken wie z.B. bei „Sussudio“. Mit „Going back“ geht er noch ein Schritt weiter und covert Songs aus seiner Jugendzeit. Hierbei passt er die Musik nicht an moderne Sounds an, sondern spielt die Hits von damals fast originalgetreu nach.

Das Album ist perfekt produziert und die Klassiker haben auch in den Collinsversionen ihren Charme. Allerdings wirken die 25 Songs auf Albumlänge doch ermüdend auch wenn Phil Collins versucht durch Einbau von Balladen das Album abwechslungsreich zu gestalten.

Wer Songs wie „Papa was a Rolling Stone“ oder „You really got a hold on me“ schon immer mal von seinem Lieblingsinterpreten hören wollte, sollte hier zugreifen, denn das Mr. Collins Spaß an den Aufnahmen hatte, hört man.

Durch Balladen wie „Lady in red“ wurde der Ire Chris de Burgh bekannt und verzaubert mit seinen Pianoballaden noch heute die Liebenden. Mit „Moonfleet and other stories“ betritt aber auch er für ihn unbekanntes Terrain. „Moonfleet“ ist ein Roman von John Meade Falkner der hier musikalisch nacherzählt wird und im Kopf des Hörers eigene Bilder hervorrufen soll.

Das neue Werk ist ein Konzeptalbum, auf das man sich einlassen muss und komplett auf sich wirken lassen muss. Dann entfaltet es seine Wirkung und man taucht ein in die Geschichte des 15 jährigen Abenteurers. Die Stücke sind perfekt teilweise orchestral teilweise mit klassischem Folkrock umgesetzt und spiegeln die jeweilige Stimmung wieder.

Mich würde es nicht wundern, wenn wir bald das erste Chris de Burgh Musical namens „Moonfleet“ auf deutschen Bühnen bewundern dürften.

Autor:

Kay Utermark aus Herdecke

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