Was Sie hören und was Sie besser lassen sollten

Mit dem Terminus Superstar wird in der heutigen Zeit verschwenderisch umgegangen und jede Person die meist rein zufällig mal drei Töne hintereinander trifft, wird zu eben so einem hochstilisiert. Dank der hierfür zuständigen Castingshows sind auch die beiden heutigen Protagonisten mit diesem Begriff ausgestattet worden und müssen beweisen, ob sie diesem gerecht werden.

Als letzter Sieger der Vorzeigecastingshow „DSDS“ ging der Iraner Mehrzad Marashi hervor, der mit „New life“ jetzt sein Debutalbum vorlegt. Die Erwartungshaltung bei einer Bohlenproduktion ist beim Verfasser schon nicht groß, wurde hier aber noch mal meilenweit unterboten. Das Album besteht aus Balladen, die schnulziger nicht sein könnten, und Midtemponummern, welche belanglos aus den Boxen wabern.

Die Single „Don’t believe“ deutete schon an, was man von dem Longplayer erwarten darf und mit Ausnahme der relativ guten Pianoversion des Modern Talking Klassikers „You’re my heart you’re my soul“ verliert sich die CD in besagter Belanglosigkeit und vertreibt selbst beim selbsternannten Sommerhit „Sweat“ (übrigens auch ein Cover) keine gute Laune.

Mehrzad Marashi wird höchstwahrscheinlich genauso schnell wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwinden wie diese CD aus meinem Player verschwunden ist.

Seit 2006 bereits sind die drei Mädels von Monrose, welche sich in der Castingshow Popstars durchsetzten, im Musikgeschäft. Bereits ihre erste Single „Shame“ schaffte es an die Spitze der Verkaufscharts genauso wie ihr Debutalbum „Temptation“. Auch die darauf folgenden Silberlinge schafften es immer in die Top Ten von Mediacontrol. Mit Album Nummer 4 soll dieses nun wieder gelingen.

„Ladylike“ bietet erfrischenden Pop, welcher sich vor internationalen Größen wie Lady GaGa, Britney Spears oder Madonna nicht verstecken muss. Gut produzierte und eingängige Popmusik für den Dancefloor oder das heimische Wohnzimmer. Als Reinhörtipps bieten sich das balladeske „Breathe you in“, die Singleauskopplung „Like a lady“ oder das treibende „This is me“ an.

Ein paar Längen hat diese CD leider auch, aber hierüber trösten die meist wirklich guten anderen Popsongs hinweg. Bleibt zu hoffen, dass sich Mandy, Senna und Bahar auch international einen Namen machen, denn das Potential ist da.

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