Was Sie hören und was Sie besser lassen sollten

Eigentlich sollte heute hier eine Rezension über das erste „richtige“ Album von Stromae stehen, denn der französischsprachige Belgier hat mit „Alors on danse“ einen der außergewöhnlichsten Sommerhits des Jahres abgeliefert. Aber ebenso wie in die französische Nationalmannschaft wurden in das Album „Cheese“ zu viele Erwartungen gesetzt und es bleibt farb- und belanglos.

So stürzen wir uns mit zwei anderen WM Vertretern in die lauen Sommernächte und prüfen, ob es sich lohnt trotz gefühlten 40 Grad in die angesagten Clubs zu gehen.

Den Anfang machen die Scissor Sisters – zu deutsch Scherenschwestern - aus den Vereinigten Staaten, die mit „Night work“ ihr drittes Album vorlegen. Mit der Hitsingle „I don’t feel like dancing“ eroberten sie die Herzen der internationalen Musikliebhaber und brachten das Discofeeling á la Bee Gees wieder zurück in die hiesigen Clubs.

Das neue Werk klingt reifer und vor allem abwechslungsreicher. Das Quartett verlässt sich nicht mehr ausschließlich auf die Falsettstimme von „Jake Shears“, sondern bringt weitere Facetten in die Musik ein. Herausragend sind „Harder you get“, „Invisible light“ oder das an Blondie erinnernde „Skin this cat“.

Die Singleauskopplung „Fire with fire“ ist noch eine der schwächsten Nummern auf einem grandiosen Drittwerk, welches den Triumphzug der Amerikaner hoffentlich fortsetzt, wo ihre Fußballhelden doch kläglich gegen Ghana gescheitert sind.

Von den Amerikanern geht es über den großen Teich zu den Australiern und ihrem Aushängeschild in Sachen Discomusik – Kylie Minogue. Die kleine Dame aus Melbourne blickt bereits auf zehn Alben zurück und veröffentlicht nach drei Jahren nun mit „Aphrodite“ Werk Nummer 11.

Die Hits der Australierin aufzuzählen würde die Seite sprengen und auch die aktuelle Singleauskopplung „All the lovers“ hat den Sprung in die Top 20 geschafft. „Aphrodite“ bietet wieder etliche wirklich gelungene Hits, allerdings auch viel Füllmaterial bei dem ein billiger Dancebeat den Songs Pepp geben soll.

Neben der Single bieten „Closer“, „Illusion“ oder „Everything is beautiful“ Hörgenuss. Leider reicht dies nicht für eine eindeutige Kaufempfehlung und so scheidet Kylie mit einem ihrer schlechtesten Werke genauso wie die Socceroos in der Vorrunde aus.

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