Was Sie hören und was Sie besser lassen sollten

Vom Vatertag bis zum darauf folgenden Sonntag feierten Frauen und Männer mit grellen Farben in Dortmund Wischlingen das Festival der Liebe und Anfang Juli pilgern zahlreiche Anhänger des deutschen Schlagers wieder zum Schlagermove nach Hamburg. Grund genug hier zwei Silberlinge von Künstlern vorzustellen, die zum einen den neuen deutschen Partyschlager und zum anderen den klassischen Schlager repräsentieren.

„Der Wendler“ wie sich der Michael aus Dinslaken selber nennt, hat mit Songs wie „Sie liebt den DJ“, „180 Grad“ oder „Nina“ den deutschen Schlager wieder salonfähig gemacht und füllt inzwischen ganze Arenen. Die meist weiblichen Fans liegen ihm zu Füssen und singen die Lieder über Liebe und Schmerz inbrünstig mit. „Donnerwetter“ heißt das aktuelle Album mit Songs, die der fast 40jährige alle selber geschrieben und komponiert hat.

Kritiker nennen den Wendler schon den Dieter Bohlen des Partyschlagers, denn seine Songs sind immer nach dem selben Strickmuster gebaut. Der Discofoxbeat zieht sich durch jeden Schmachtfetzen und der Schlagerbarde säuselt dazu von Liebe und Schmerz. Ein Konzept welches sich durch die reichhaltige Diskographie des Ruhrgebietlers zieht und auch auf „Donnerwetter“ wieder Einsatz findet.

Man muss eigentlich aufgrund der Ähnlichkeit der Titel keine Songs herauspicken, aber die Single „Wir sind Tänzer“ oder die Fortsetzung des erfolgreichsten Wendlerhits „Sie liebt den DJ“ (Teil 2: „Sie liebt ihn immer noch“) sollten doch Erwähnung finden.

Wer den Discofoxeinheitsbrei aus Dinslaken schon immer mochte, wird auch hier voll auf seine Kosten kommen und den Wendler immer wieder ein Ja zu rufen, wenn dieser fragt, ob er sein Hemd ausziehen soll (und damit seine Hühnerbrust präsentiert).

Schon lange im Geschäft ist Roland Kaiser, der mit Songs wie „Dich zu lieben“, „7 Fässer Wein“, „Joana“ oder „Santa Maria“ Schlagergeschichte geschrieben hat. Mit „Alles ist möglich“ präsentiert der Berliner nun ein neues Werk.

Leider hat der fast sechzigjährige es geschafft ein Album zu produzieren, welches nicht annähernd an die Qualität seiner bisherigen Songs herankommt. Am schlimmsten ist noch, dass er dieses mit einem Medley am Schluss selber noch darstellt, denn hier zeigt er was für grandiose Songs er geschaffen hat. „Friedensangebot Lisa-Marie“ ragt noch positiv aus einem schwachen Werk hervor.

Um es mit seinen eigenen Worten zu sagen: Roland Kaiser scheint „Schachmatt“.

Autor:

Kay Utermark aus Herdecke

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