Was Sie hören und was Sie besser lassen sollten

Am 23. Juli 2011 ist eine der talentiertesten Sängerinnen dieses Jahrtausends aus noch ungeklärten Umständen ums Leben gekommen. Amy Winehouse starb in ihrer Wohnung in Camden, London. Ein Grund die Karriere mit gerade einmal zwei Albumveröffentlichungen Revue passieren zu lassen.

1983 wurde Amy in London geboren und erreichte damit gerade einmal das 27te Lebensjahr. Damit folgt Sie Janis Joplin, Jimi Hendrix, Jim Morrison, Kurt Cobain und Brian Jones, die alle im selben Alter und nach erheblichem Drogenkonsum aus dem Leben schieden. Klub 27 nennt sich diese illustre Riege an Künstlern, die trotz oder gerade wegen großem Erfolg Alkohol und anderen berauschenden Mitteln verfallen waren und damit ihr frühes Ende besiegelten.

Die letzten Lebenszeichen waren eher peinlicher Natur. Sie torkelte über Bühnen und bekam kaum einen Song raus. Buh Rufe, abgebrochene Konzerte und enttäuschte Fans waren die logische Konsequenz. Zwischen 2003 und 2009 verzauberte die Britin aber die Massen auch wenn bereits 2007 erste gesundheitliche Probleme sie zu Konzertabbrüchen und Absagen zwangen.

Mit ihrem Debutalbum „Frank“ erntete die damals neunzehn jährige bei Kritikern und Zuhörern Lobeshymnen erschuf sie doch eine Melange aus Soul, R’n’B und Jazz wie sie bisher noch nicht vorkam. Amy Winehouse klang unschuldig und unverbraucht und hatte dennoch eine gewisse Erotik in ihrer Stimme und der Musik.

Der große Durchbruch gelang ihr dann drei Jahre später mit ihrem Meisterwerk „Back to black“. Über 12 Millionen mal ging der Silberling über die Ladentheke und katapultierte den Hoffnungsträger einer ganzen Musikrichtung in den Charthimmel. Die Singles „Rehab“, „Valerie“ oder „Back to black“ sind aus dem Musikprogramm der Radiostationen kaum noch wegzudenken und machten den Soul der 60er auch wieder in den Clubtempeln der Nation salonfähig. Amy hatte ihren Sound gefunden und präsentierte das beste Album des noch jungen Jahrtausends.

An diesem Druck ist sie aber wie viele vor ihr zerbrochen. Die Erwartungshaltungen waren immens groß und die Paparazzi verfolgten sie auf Schritt und Tritt. Sie suchte Trost im Alkohol und anderen Drogen, was ihr letztendlich wahrscheinlich zum Verhängnis geworden ist. Wenigstens ist sie noch 27 geworden, wie ein guter Freund letztens anmerkte. Rest in peace.

Autor:

Kay Utermark aus Herdecke

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