Was Sie hören und was Sie besser lassen sollten

Heute gibt es eine Premiere: Nachdem wir bereits eine Rezension auf Wunsch einer Leserin präsentiert haben, wurde uns das heutige Werk von einer der Bandmitglieder persönlich ans Herz gelegt. Für solche Vorschläge sind wir selbstverständlich immer offen und präsentieren somit heute The Violet Tribe.

Die Musik dieser Formation zu beschreiben ist schwierig, denn The Violet Tribe ist mehr als eine reine Musikgruppe, sondern sie vereinen Tanz, Folklore und Musik zu einem Gesamtkunstwerk. Musikalische Tribalsounds treffen hier auf mittelalterliche Klänge, arabische Töne paaren sich mit Rockanleihen und Zirkusromantik trifft auf elektronische Klanggebilde.

Gründer von The Violet Tribe sind Bianca Stücker und Oliver Pietsch, die seit 15 Jahren die Grenzen der mittelalterlichen Klänge ausloten. Angefangen hat alles mit der Band Violet, die auf ihren bisher vier veröffentlichten Werken mittelalterliche Instrumente wie die Sackpfeife, Cembalo oder Hackbrett mit modernen auch elektronischen Komponenten vermischen. Die Musik der Band aus Hamm und Umgebung lässt sich dabei nicht in ein Korsett pressen, da sie sich zu sehr von dem gemeinen Mittelalterrock bzw. der traditionellen Bands unterscheidet.

Auf den ersten beiden Alben fanden sich noch Neuinterpretationen mittelalterlicher Songs wie „Omnis mundi creatura“ genauso wie Eigenkompositionen, während die beiden neueren Werke nur durch selbst komponierte Werke bestechen. Für die Neuinterpretationen wurde 2005 eine neue Plattform – Violetta – geschaffen.

Neben diesen beiden Musikgruppen betätigt sich Bianca Stücker noch als Autorin und bildende Künstlerin. Zu dem hat sie 2007 unter dem Künstlernamen VaNi ein Solowerk namens „Strassenunterhaltung“ erschaffen, welches durch minimalistische elektronische Stücke besticht und auch textlich einiges zu bieten hat.

Mit The Violet Tribe liegt der Schwerpunkt jetzt auf der Kombination zwischen meist orientalischem und folkloristischem Musikgut mit dem American Tribal Style Belly Dance. Dies ist eine aus der USA stammende Tanzform, die klassischen orientalischen Tanz mit erdigem Afro und dem stolzen Flamenco kombiniert.

Das zweite Werk „Grand Hotel“ besticht durch seine Vielschichtigkeit. Bei „Starry Night“ hört man die frühen L’âme immortelle („Life will never bet he same again“) heraus, „High Ideals“ ist ein elektronischer Leckerbissen, „Herr Biedermann“ besticht durch einen kritischen Text zu Zirkusmusik und „The Gypsy Suite“ bietet tanzbare Balkanbeats.

„Grand Hotel“ ist ein interessantes Werk einer heimischen Band. Die Liveumsetzung kann man u.a. am 30.09. im Kultopia in Hagen erleben. Es lohnt sich!

Autor:

Kay Utermark aus Herdecke

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