Zuhause bei Dr. Katja Strauss-Köster - Herdeckes Bürgermeisterin von ihrer ganz privaten Seite

Eine rundum glückliche Familie: Leni, Thomas, Louis und Katja Strauss-Köster
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Politik war nie ihr „Kerngeschäft“, aber als promovierte Raumplanerin eine Stadt entwickeln und das Bestmögliche für Herdecke erreichen zu wollen, überzeugte vor sechs Jahren ihre Wähler. Große Projekte wie das Quartier Ruhraue oder den Innenstadtumbau hat sie seitdem erfolgreich auf den Weg gebracht, in der Stadt ist sie ein bekanntes und auch beliebtes Gesicht.

Seit 2009 steht Dr. Katja Strauss-Köster als parteilose, hauptamtliche Bürgermeisterin an der Spitze der Verwaltung der Stadt Herdecke. Ihre Karriere erscheint wie aus dem Bilderbuch. Geboren (19. August 1970) und aufgewachsen in Herdecke, Abitur 1990 am Friedrich-Harkort-Gymnasium, Studium der Raumplanung an der Technischen Universität Dortmund, mit 27 Jahren den Doktor-Titel in der Tasche.
Eigentlich stand die Habilitation - die Professur - auf dem Lebensplan, aber vorher wollte die junge Akademikerin noch Praxis-Luft schnuppern. Und kam auf diesem Weg als Agenda-Beauftragte zur Stadt Herdecke. Ist seit sechs Jahren Bürgermeisterin - und stellt sich am Sonntag zur Wiederwahl.
Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster, die Power- und Karriere-Frau mit dem strahlenden Lächeln - wer steckt eigentlich dahinter? Was hat ihr Leben beeinflusst, was sind ihre Werte? Wer ist der Mensch hinter dem Amt? Ein Ansatz der Erklärung.

Eine unbeschwerte Kindheit

Mit geliehenen 2.000 D-Mark macht sich die Familie Strauss in Herdecke selbstständig - eine Tankstelle, damals noch mit Bedienservice und Reparaturwerkstatt erfordert auch die Mithilfe der Kinder: „Ich habe nach der Schule die Autos betankt, die Scheiben gesäubert und den Ölstand kontrolliert. Außerdem haben mein Bruder und ich Autos von innen und außen per Hand gewaschen“, erinnert sich Katja Strauss-Köster. Eine Familie, die zusammenhielt, die den Kindern eine unbeschwerte Kindheit ermöglichen konnte. Die durch diese Unbeschwertheit der Tochter Katja zunächst die Familienrolle zuschrieb - eines Tages würde sie Hausfrau und Mutter sein, wofür studieren? Ihr Vater setzte schließlich doch durch, dass sie das Gymnasium besuchen durfte.
„Ich hatte immer das Gefühl, beweisen zu müssen, dass ich genauso wie Männer auch im Beruf erfolgreich sein kann“, begründet Katja Strauss-Köster den „Durchmarsch“ aus der damaligen Zeit bis zur angehenden Professur, der mit dem Wunsch nach Praxis-Erfahrung in Herdecke zunächst endete.

Durchmarsch? "Ich fand das alles schwierig"

Durchmarsch? „Ich fand das alles schwierig, nach außen sieht alles so glatt aus, aber ich musste mir alles erkämpfen“, resümiert sie, die am liebsten nach vorne sieht: „Ich denke nicht angestrengt an das, was nicht so gelungen ist. Ich bin dankbar für das, was ich habe.“ Hinter dem strahlenden Lächeln verbirgt sich viel Sensibilität, die sie sich ungerne anmerken lässt: „Was mich menschlich berührt, kann ich oft nicht so wegstecken, wie es vielleicht sein sollte, das gibt auch schonmal eine schlaflose Nacht.“
Dankbarkeit spielt eine zentrale Rolle im Leben von Katja Strauss-Köster, die nicht nur Bürgermeisterin, sondern auch glücklich verheiratet und Mutter zweier Kinder ist: Mit Louis (12), Leni (9) und Ehemann Thomas verbringt sie jede freie Zeit, die ihr bleibt.

Lebensmittelpunkt der Familie

Lebensmittelpunkt der Familie ist das schlichte, über 100 Jahre alte Bauernhaus mit dem großen Garten, in dem die Kinder liebend gerne mit Hund Rocky toben. „Unser Garten entschädigt mich für viel Stress. Hier kann ich runterkommen“ sagt die Frau mit der 60-Stunden-Woche, die, wie viele andere auch, Beruf und Familie vereinbaren muss. „Bei aller Liebe für den Job nehme ich mir auch Zeit für meine Kinder.“ Die Kinder sind ihr ganzer Stolz: Leni teilt die Leidenschaft der Mutter für Islandpferde, geht zum Ballett, spielt Klavier und Flöte, Louis kickt in der U13 des BVB, ist mit dem Verein bereits international unterwegs. Viermal in der Woche fährt Vater Thomas ihn zum Training nach Dortmund. Die Kinder hängen mit großer Liebe an ihrer Mutter. „Dass Mama abends so oft arbeiten muss“ ist das einzige, was Leni an der Mama bemängelt. Zur Familie gehört auch die heute 24-jährige Jill, die Thomas Köster vierjährig mit in die Ehe brachte: „Ich sage oft, dass sie auch meine Tochter ist, weil ich keine Lust habe, das immer zu erklären.“

"Genießen die Stunden, die wir gemeinsam haben"

Das enorme Arbeitspensum der Eltern - auch für Thomas Köster als Möbelspediteur beginnt der Tag schon vor 5 Uhr - aber auch ein Schicksalsschlag hat die Familie zusammengeschweißt: „Vor elf Jahren erkrankte mein Vater schwer an Lungenkrebs und hatte die Prognose, noch vier Monate zu leben. Das hat die ganze Familie tief schockiert. Er lebt - Gott sei dank! - immer noch, muss aber kürzer treten. Wir sind in diesem Sommer mit Kind und Kegel, Oma und Opa und Schwiegervater in den Sommerurlaub an die Ostsee gefahren und genießen die Stunden, die wir gemeinsam haben.“

Autor:

Anja Seeberg aus Hagen

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