Ab kommender Woche müssen sich Verkehrsteilnehmer auf die Schule einstellen
Auch der Weg will gelernt sein

Kreuzungen wie diese hier in Köln sind für Kinder nicht immer problemlos zu bewältigen. Eltern sollten mit ihnen üben. Foto: Verkehrswacht
  • Kreuzungen wie diese hier in Köln sind für Kinder nicht immer problemlos zu bewältigen. Eltern sollten mit ihnen üben. Foto: Verkehrswacht
  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Kommende Woche beginnt die Schule. Und damit sind auch wieder viele i-Dötzchen auf den Straßen unterwegs. „Wir appellieren an alle Autofahrer und auch Radfahrer umsichtiger zu fahren und besonders im Bereich von Grundschulen besonders aufzupassen“, sagt Heinrich Hendricks, Vorsitzender der Verkehrswacht.
Wer selbst einen Erstklässler zu Hause hat, kann – sofern noch nicht geschehen – auch jetzt noch den künftigen Schulweg üben. „Dabei ist der kürzeste Weg nicht immer der beste“, so Hendricks und rät sich im Vorfeld bei der Schule über Schulwegpläne zu informieren. „Bei Gefahrenstellen wie großen Kreuzungen oder unübersichtlicher Verkehrsführung sollte ein Umweg in Kauf genommen werden“, rät Hendricks. Beim Üben sollten die Eltern den Kindern den Weg erklären und auf Gefahrenstellen wie Ausfahrten explizit hinweisen. „Nach mehrmaligem Üben kann das Kind dann umgekehrt ein Elternteil führen und ihm den Weg erläutern. Möglich ist auch, in einem gewissen Abstand hinter dem Kind zu gehen und zu schauen, ob es an alles denkt“, so der Vorsitzende der Verkehrswacht.
Sollten noch Unsicherheiten bestehen, sei es angebracht, das Kind in der ersten Zeit nach dem Schulstart weiter auf dem Weg zu begleiten. „Das gilt natürlich auch für die Kinder, die im Vorfeld nicht üben konnten“, sagt Heinrich Hendricks. „Wichtig ist auch, dass man sich morgens genügend Zeit nimmt und in Ruhe frühstückt. Wenn das Kind auf den letzten Drücker losgeht und es sich gehetzt fühlt, ist es unaufmerksamer und macht dann unter Umständen auch im Straßenverkehr schneller einen Fehler“, so der Vorsitzende der Verkehrswacht.
Auf das Auto sollte nach Möglichkeit verzichtet werden. Den Erstklässlern wie auch älteren Schülern tut die Bewegung und die frische Luft vor Schulstart gut. Wer auf das Auto für den Weg zur Schule angewiesen ist, sollte nicht direkt vor dem Schultor halten, um ein Verkehrschaos zu verhindern. Inzwischen sind ja an vielen Schulen Elternhaltestellen eingerichtet. Von diesen Hol- und Bringzonen können die Kinder das letzte Stück des Weges zu Fuß sicher laufen Auch Eltern sollten, wenn sie ihr Kind zur Schule fahren müssen, nicht gehetzt im letzten Augenblick losfahren

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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