Polizei kontrolliert verstärkt zum Thema Ablenkung im Straßenverkehr
Kein Leben riskieren

Rund 3000 Verstöße in Zusammenhang mit der Nutzung von Smartphones am Steuer zählte die Polizei im vergangenen Jahr in den Städten Bochum, Herne und Witten.
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  • Rund 3000 Verstöße in Zusammenhang mit der Nutzung von Smartphones am Steuer zählte die Polizei im vergangenen Jahr in den Städten Bochum, Herne und Witten.
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  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Wer ein Fahrzeug steuert, gefährdet sein Leben und das Leben anderer, wenn er aufs Smartphone blickt. Zwei Sekunden Ablenkung bedeuten bei einer Geschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde einen Blindflug von 30 Metern.

Im vergangenen Jahr stellte die Polizei in Bochum, Herne und Witten mehr als 3000 Verstöße wegen unzulässiger Nutzung von Mobiltelefonen fest. Eine Reihe von Verkehrsunfällen standen in Zusammenhang mit der Benutzung eines Smartphones am Steuer. Für die Polizei in Nordrhein-Westfalen ist die Ablenkung durch mobile Geräte ein Schwerpunkt bei der Verkehrsunfallbekämpfung.
Jeden Tag sterben in Europa durchschnittlich 70 Menschen im Straßenverkehr. Im Bereich des Polizeipräsidiums waren es 2019 zwei Menschen, im ersten Halbjahr 2020 fünf Menschen. Ziel der aktuellen Maßnahmen ist, die Zahl der Verkehrsunfalltoten bis 2050 auf Null zu reduzieren und alle Verkehrsteilnehmer zum Nachdenken zu bringen. Das Thema soll immer wieder in den Fokus rücken und die Menschen dazu sensibilisieren, sich nicht ablenken zu lassen, egal ob im Auto, Lastwagen, auf dem Motorrad, dem Fahrrad, dem E-Scooter oder als Fußgänger.
Etwa die Hälfte aller Autofahrer nutzt das Mobiltelefon während der Fahrt ohne Freisprecheinrichtung. In der Altersgruppe der 30- bis 44-Jährigen sogar acht von zehn. Im Durchschnitt verfasst jeder sechste Autofahrer während der Fahrt Textnachrichten, jüngere Fahrer sogar noch häufiger. Jeder vierte bedient sein Navigationsgerät während der Fahrt. Dabei erhöhen solche Ablenkungen das Risiko eines Unfalls erheblich. So ist zum Beispiel das Smartphone am Steuer genauso gefährlich wie mit 0,8 Promille zu fahren.
Dabei muss klar sein: Wer physisch, psychisch oder emotional abgelenkt ist, erhöhte die Wahrscheinlichkeit eines Verkehrsunfalls enorm. So zeigen Studien, dass zum Beispiel das Nutzen eines Smartphones während der Fahrt 164 Mal häufiger zu einem Unfall führt als ohne.
Ablenkung und Unaufmerksamkeit sind eine große Gefahr. In knapp 80 Prozent der Verkehrsunfälle ist Unaufmerksamkeit mitverantwortlich. Übrigens: Die Polizei stellt mobile Geräte nach schweren Verkehrsunfällen sicher, wenn der Verdacht besteht, dass der Fahrer dadurch abgelenkt gewesen sein könnte.

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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