Zustand der Autobahnbrücke am Kanal wird zurzeit mit Sensoren untersucht
Unter Spannung

Kranwagen auf der A43 lassen die Körbe mit den Mitarbeitern herunter, so dass die Montage der Sensoren stattfinden kann.

Was geschieht mit der maroden Autobahnbrücke am Rhein-Herne-Kanal? Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen dürfen das Bauwerk nicht mehr befahren, weil Stahlträger verbogen sind.

Die Schäden waren im Rahmen von Bautätigkeiten an der Autobahn 43 entdeckt worden. Nun begannen Experten mit Untersuchungen des Bauwerkes. Sensoren ermitteln die Belastung. Danach soll entschieden werden, welche Fahrzeuge die Brücke bis zu ihrem Neubau befahren dürfen. Der Schwerverkehr wird mit Schildern auf Umleitungen hingewiesen. Diese verlaufen je nach Anfahrt über die Autobahn 42 und die Autobahn 2. Man wolle die Ergebnisse der Belastungsprobe im Laufe des kommenden Monats auswerten, kündigte das Land an.

Etwa 80 Sensoren und mehrere Kilometer Kabel mussten für die Belastungsprobe installiert werden. „Das ist ziemlich viel für die knappe Zeit“, sagt Thomas Eberhardt vom zuständigen Ingenieurbüro. Die Sensoren leiten die Daten zu kleineren Verteilerknoten weiter, die wiederum zu einem zentralen Punkt senden. Von dort können die Fachleute bei der Probe direkt die Ergebnisse abgreifen. Neben Sensoren, die die Temperatur des Stahls messen, die direkte Auswirkung auf eventuelle Verformungen hat, kommen auch sogenannte Dehnungsmessstreifen zum Einsatz. Sie messen die Spannung im Stahl, die dann mit den zulässigen Grenzwerten abgeglichen wird. Zusätzlich werden Messprismen installiert, die eine zusätzliche Kontrolle unabhängig von den Sensoren ermöglichen.

Während der Probe wird die Brücke vermessen; erst in einem Zustand ohne Fahrzeuge, dann mit zunehmend schwererer Last. Nach der Belastungsprobe steht fest, welche Fahrzeuge künftig noch die Brücke befahren dürfen. Im Zuge der Arbeiten wird auch die angekündigte Hauptprüfung der Brücke gemäß durchgeführt.

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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