Cranger Kirmes: Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte koordinieren ihre Maßnahmen
Alles auf Nummer sicher

Die Besucher der Cranger Kirmes werden an ausgewählten Stellen über die Maßnahmen zur Sicherheit informiert.
Fotos: Isabel Diekmann/Stadtmarketing
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  • Die Besucher der Cranger Kirmes werden an ausgewählten Stellen über die Maßnahmen zur Sicherheit informiert.
    Fotos: Isabel Diekmann/Stadtmarketing
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Wer ein Volksfest besucht, möchte sich sicher fühlen. Gerade bei Großereignissen wie der Cranger Kirmes bedarf es ein Konzept, damit alle Maßnahmen für ein hohes Maß an Sicherheit greifen.

Das Konzept für den großen Rummel, der ab dem 1. August auf elf Hektar stattfinden wird, wurde unlängst vorgestellt. Beteiligt sind neben der Stadt als Veranstalterin Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte. „Wir alle werden für eine sichere Kirmes sorgen“, versprach Polizeioberrätin Nicole Pletha.
Ihre Einsatzkräfte setzt die Polizei sowohl auf dem Kirmesplatz am Rhein-Herne-Kanal als auch auf den umliegenden Straßen ein. Im Polizeipräsidium Bochum sitzt ein Führungsstab, der über das Geschehen auf dem Rummelplatz dank dreier stationärer Videokameras und einer mobilen Kamera jederzeit informiert ist. Pletha: „Diese technische Unterstützung hat sich im letzten Jahr bewährt.“ Zugangskontrollen wird es weiterhin nicht geben, wobei jeder Schausteller natürlich von seinem Hausrecht Gebrauch machen kann. Stichpunktartige Taschen- oder Rucksackkontrollen werden auf freiwilliger Basis beibehalten. Pletha appelliert an alle Besucher: „Sie sollten große Taschen und Rucksäcke einfach zuhause lassen. Dadurch kann auch einem möglichen Taschendiebstahl vorgebeugt werden.“
Die Feuerwehr baut ihre Brandsicherheitswache an drei Standorten auf. An der ehemaligen Schleuse im Westhafen arbeitet die Einsatzleitung, weitere Einsatzorte sind am Pumpwerk sowie das Gelände der Firma Schwing, wo auch ein Notarztwagen abrufbereit steht. Die Berufsfeuerwehr wird von der Freiwilligen Feuerwehr unterstützt, „ohne deren Hilfe wir die Arbeit nicht bewältigen könnten“, so Einsatzleiter Ralf Radloff. Auch der Sanitätsdienst des Deutschen Roten Kreuzes trägt einen großen Anteil daran, auf der Kirmes für größtmögliche Sicherheit zu sorgen.
Eine gute Nachricht hatte Michael Torkowski für alle Besucher parat, die bei der Anfahrt zum Rummelplatz den öffentlichen Personennahverkehr nutzen. „Die Busse halten wieder an ihren etablierten Plätzen: Die HCR-Linien auf der Heerstraße hinter Schwing und die Bogestra-Linien auf der Florastraße.“ Nur die Busse der Vestischen bleiben bei ihrem Standort für die An- und Abfahrt an der Recklinghauser Straße. Die Zahl der Trucksperren, die im vergangenen Jahr erstmals eingesetzt wurden, wird leicht erhöht. Die transportablen Sperren riegeln an neuralgischen Punkten die Straßen ab und sind mobil einsetzbar. Dafür werden keine Betonklötze auf die Straßen rund um die Kirmes gestellt. Der Verkehr wird in diesem Jahr übrigens ganz besonders beobachtet, denn der Stadt liegt ein Förderbescheid des Landes über 40000 Euro für ein neues Mobilitätskonzept für die Cranger Kirmes vor. Zwischen dem 1. und 11. August nehmen Experten Untersuchungen vor. Das Ziel: mehr Komfort für Busse, Fahrräder und Fußgänger.
Sicherheit ist auch beim traditionellen Umzug (3. August) Trumpf. Unter anderem werden die Schausteller mit ihren Sattelzügen und Zugmaschinen die Zufahrtstraßen zur Hauptstraße abriegeln. Der Cranger Lindwurm, wie er in der Bevölkerung auch liebevoll genannt wird, setzt sich um 10.30 Uhr in Eickel in Bewegung. Von dort aus geht es über die Hauptstraße in Richtung Crange.
Die Veranstalter erwarten 118 Gruppen mit circa 4000 Teilnehmern. Der Zug setzt sich aus 87 Festwagen, 14 Fußgruppen, 11 Musikgruppen und 6 Festwagen mit begleitenden Fußgruppen zusammen. Die größten Gruppen stellen die Tanzschule Diel und die Spielvereinigung Röhlinghausen, die jeweils mehr als 100 Mitglieder angemeldet haben. Die weiteste Anreise liegt hinter dem Reiter-Fanfarenzug Höven aus dem Landkreis Oldenburg.
Endpunkt für die Fest- und Mottowagen ist die Kreuzung Heidstraße/Unser-Fritz-Straße, wo sich der Zug auflösen wird. Die großen Sattelzüge und Lastwagen biegen ab, während die Fuß- und Musikgruppen von dort aus weiter in Richtung Cranger Tor ziehen können. Die Ehrentribüne steht vor der Christuskirche, wo eine dreiköpfige Jury, die drei attraktivsten und originellsten Festwagen und Fußgruppen auswählen wird. Die Trucksperren werden auch in diesem Jahr wieder eingesetzt. Etwa 120000 Zuschauer säumten im vergangenen Jahr die Hauptstraße und freuten sich ab und zu mal über eine nasse Erfrischung.

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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