Das Leben in der Zechensiedlung

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden im Ruhrgebiet zahlreiche Siedlungen für die sprunghaft gestiegene Zahl der hier lebenden Menschen.
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  • Foto: LWL
  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Wie lebte es sich einst in Zechensiedlungen? Antworten auf diese Frage bietet das LWL-Industriemuseum Zeche Hannover am kommenden Wochenende im Rahmen mehrerer Führungen an.

Am Samstag, 8. Oktober, geht es ab 15 Uhr unter dem Motto "Wohnen auf der Seilscheibe" um die Geschichte und das Leben in den Zechensiedlungen. In den Arbeiterhäusern am Rübenkamp wohnten ab dem Jahr 1890 Bergleute mit ihren Familien und Kostgängern. Der weitere Weg führt durch die Eickeler Kolonie, die Siedlung Dahlhauser Heide sowie zu den Montagehäusern System Schneider, die während der Wohnungsnot in der Nachkriegszeit entstanden. Die Teilnahme an der Führung kostet 2,50 Euro. Anmeldungen sind möglich unter der Telefonnummer 0234/6100874.

Am Sonntag bietet das LWL-Industriemuseum ab 16 Uhr eine offene Führung an, die über das Leben von Zwangsarbeitern im Dritten Reich aufklärt. Diese Führung führt die die Sonderausstellung "Zwischen Ungewissheit und Zuversicht. Kunst, Kultur und Alltag polnischer Displaced Persons in Deutschland", die noch bis zum 30. Oktober zu sehen ist.

Eine Million ehemalige polnische Zwangsarbeiter, Häftlinge und Kriegsgefangene befanden sich Ende des Zweiten Weltkriegs in Westdeutschland. Sie konnten nicht in ihre Heimat zurückkehren und lebten als sogenannte Displaced Persons in Sammelunterkünften in den westlichen Besatzungszonen. Trotz der herrschenden Knappheit und Ungewissheit über ihr weiteres Schicksal entwickelten sie ein vielfältiges Kulturleben und zahlreiche Selbstorganisationen. Die Ausstellung gibt Einblicke in den Alltag, die Kunst und die Kultur der Polen in Deutschland.

Ebenfalls finden am Sonntag um 12 und 15 Uhr kostenfreie Erlebnisführungen des Fördervereins durch das Industriedenkmal statt. Zum Abschluss der Rundgänge wird jeweils die historische Dampffördermaschine vorgeführt.

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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