Pfarrer Zogass geht in den Ruhestand und wird nach Corona feierlich verabschiedet
Der Jugend zugewandt

Fast vier Jahrzehnte lang erlebte Jörg Zogass den Wandel in der Kirche hautnah mit.

Die Kirche befindet sich im Wandel. Für viele Menschen spielt Religion eine immer weniger wichtige Rolle. Die Folgen sind schrumpfende Gemeinden und damit verbundene Umstrukturierungen.

Personen wie Rainer Maria Woelki, Erzbischof von Köln, stehen für eine rückwärtsgewandte Kirche, in der es mehr um Macht und Einfluss als um die Menschen geht. Sie liefern die Schlagzeilen, die das Bild der Kirche negativ prägen. Tatsächlich aber lebt die Kirche, egal ob katholisch oder evangelisch, von den Personen, die ihre Arbeit als Dienst am Menschen verstehen. Zu ihnen gehört Jörg Zogass, Pfarrer der Kirchengemeinde Wanne-Eickel.

Wegen der Gesundheit in den Ruhestand

Aus gesundheitlichen Gründen beendet Zogass seine Tätigkeit, die vor 37 Jahren in der Kirchengemeinde Eickel begann. Er erlebte den Wandel der Kirche hautnah mit und geht nun in den vorgezogenen Ruhestand. Eine offizielle Verabschiedung mit Festgottesdienst und Empfang soll warten, bis die Corona-Pandemie überwunden ist.

Ersten Kontakt zum Kirchenkreis Herne hatte der gebürtige Essener bereits während seines Theologiestudiums in Bochum – und zwar zur Kirchengemeinde Holsterhausen. „Die missionarische Arbeit in der Gemeinde, gerade auch mit Jugendlichen, hat mich geprägt und meine Arbeit beeinflusst“, sagt der 64-Jährige. In Holsterhausen absolvierte Zogass die praktische Ausbildung zum Pastor bei Pfarrer Walter Tschirch.

1984 kam er nach Eickel, wo er in der ersten Zeit mit den Pfarrern Günter Mattner und Heinz-Werner Gödde sowie später Harald Mallas ein Team bildete. Schon hier widmete sich Zogass der Jugendarbeit. Er organisierte Gottesdienste und Freizeiten. „50 bis 80 Jugendliche waren immer dabei“, erinnert sich der Emerit. Mit dabei war der Kirchenmusiker Joachim Fritsch, mit dem Zogass eine enge Freundschaft verbindet: "Er sorgte bei den Freizeiten als Koch immer für gutes Essen."

In den folgenden Jahren erlebte Zogass einige Wechsel und Veränderungen in der Gemeinde: Als Nachfolger von Harald Mallas kam Arno Wittekind, mit dem Zogass nach der Reduktion auf zwei Pfarrstellen und dem Weggang von Günter Mattner nach Crange-Wanne zusammenarbeitete, bis Frank Schröder als Nachfolger von Wittekind nach Eickel kam. Zum Ende seiner Dienstzeit steht die Vereinigung von Gemeinden zur Kirchengemeinde Wanne-Eickel an.

Erholen und dann aufs Rad steigen

Der nun beginnende Ruhestand steht tatsächlich zunächst einmal ganz im Zeichen der ersten vier Buchstaben: R, U, H und E. Er wolle sich zunächst ausruhen und anschließend mit seinem E-Bike die Region erkunden. Zudem bleibt nun mehr Zeit für die Familie. Mit seiner Ehefrau Petra hat er eine 27-jährige Tochter. Zogass: „Ich freue mich einfach, das machen zu können, was mir guttut.“

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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