Studenten zeigen ihren Blick auf die Herner Jugend im Heimatmuseum Unser Fritz
Ein Bild ihrer Generation

Gut besucht war die Ausstellung bei ihrer Eröffnung im Heimatmuseum Unser Fritz. Foto: Frank Dieper/Stadt Herne

Großer Andrang herrschte bei der Eröffnung der Ausstellung "Aus Sicht" im Heimatmuseum Unser Fritz. Die Werke von Studenten an der Fachhochschule Dortmund finden offensichtlich Anklang. Bis zum 13. April kann man sie in Augenschein nehmen.

Die Ausstellung thematisiert in 16 fotografischen Arbeiten die Jugendkultur in Herne. Sie ist das Ergebnis der zweiten Kooperation zwischen der Fachhochschule Dortmund, dem Pressebüro der Stadt sowie dem Emschertal-Museum. Das Projekt wurde von Professor Kai Jünemann und Thomas Schmidt initiiert.

Die Werke der Ausstellung entstanden nicht im Unterricht, sondern in der Freizeit der Studenten. Dieses Engagement lobte Stadträtin Gudrun Thierhoff: "Ich finde es klasse, dass junge Leute von außen einen Blick auf Jugendliche in Herne werfen. Ich habe hier Dinge entdeckt, die ich noch gar nicht kannte.“ Die Ausstellung sei ganz wunderbar geeignet, um die Vielschichtigkeit der Jugendkultur zu entdecken.

Dating in digitalen Zeiten

„Ich habe die Jugend vor und hinter der Kamera unterschätzt“, gestand Kai Jünemann, der gemeinsam mit Thomas Schmidt vom Presseamt den Studenten zur Seite stand. Es würden sich immer wieder neue Blickwinkel bieten. Außerdem sei die Ausstellung im Vergleich zum ersten Kooperationsprojekt „Tach auch!“ multimedialer geworden. Eine Präsentation von Jonas Domrath spielt zum Beispiel mit den verschiedenen Medien und führt den Zuschauer über die Wandhängung in das Internet und wieder zurück. Auf eindrucksvolle Weise wird der Besucher Teil einer Dating-App. "Das ist schon etwas Besonderes, wenn mediale Präsentationsmöglichkeiten miteinander kombiniert werden“, so Thomas Schmidt.

Auch die Studenten sind mit dem Seminar sowie der Ausstellung zufrieden: „Es war spannend, wie viele Sichtweisen entdeckt wurden und dass wir alle so tief in die Materie eingedrungen sind“, sagte Vera Loitzsch, die für ihr Werk die 1. Herner Karnevalsgesellschaft in den Fokus genommen hatte. Kommilitonen hatten ihre Werke Cheerleadern auf einer Halde und Jugendlichen im Retro-Look einer Mofa-Gang der Achtzigerjahre, ambitionierten Zirkuskindern oder Singles auf Beziehungssuche in Sozialen Netzwerken gewidmet. Die Arbeiten der reflektieren das gesellschaftliche Phänomen im doppelten Sinn: Einerseits wurden Jugendliche begleitet und fotografiert, andererseits sind die Studenten selbst noch junge Menschen, die ein Bild ihrer Generation entwerfen.

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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