Die Kanadierin Leilani Konietz kehrt als Missionarin in das Land ihrer Kindheit zurück
Im Auftrag des Herrn unterwegs

In Gottes Auftrag: Leilani Konietz arbeitet 18 Monate lang unentgeltlich. Foto: privat

Leilani Konietz hat eine Mission: Die junge Frau hält sich in Herne auf, um das Evangelium zu verkünden. Der Aufenthalt in unserer Stadt ist für sie eine Rückkehr nach Deutschland.
Im Alter von sieben Jahren wanderte Leilani Konietz mit ihrer Familie nach Edmonton aus. Dort lernte sie unter anderem den langen, strengen Winter kennen. Kein Wunder, dass sie die Liebe fürs Snowboard entdeckte. In Kanada liegen die Temperaturen im Winter nicht selten bei 30 Grad unter Null. Tatsächlich aber habe sie die milderen Temperaturen im deutschen Winter aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit als kälter empfunden.
Was veranlasst, eine 19-Jährig Mädchen auf Mission zu gehen? Ihre Eltern gehören der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage bereits seit vielen Jahrzehnten an. Ihr Vater war damals Bischof in der Gemeinde Hamm und die Familie lebte in Welver. Um dem Herrn eineinhalb Jahre unentgeltlich zu diesen, braucht es eine gehörige Portion an Glauben. Leilani Konietz folgt ihren Brüdern, die bereits auf Mission waren. Sie selbst ist das erste Mädchen der Familie, das diese Entscheidung getroffen hat. Der Gedanke kam ihr, als sie die Highschool beendet hatte. Eigentlich wollte sie eine Ausbildung zur Rettungssanitäterin beginnen und anderen Menschen helfen. Doch dann hatte sie das dringende Gefühl, stattdessen Gott zu dienen: „Das Evangelium macht mich glücklich. Das kann ich nicht für mich behalten."
Gemeinsam mit einer Weggefährtin auf Luxemburg beginnt der Tag nach dem Aufstehen um 6.30 Uhr mit einer halben Stunde Sport. Nachdem sie gefrühstückt haben, planen sie gemeinsam den Tag. Im Anschluss folgt die Lektüre der Bibel und andere Schriften wie zum Beispiel dem Buch Mormon. Konietz: "Dieses Buch ist der Schlussstein unseres Glaubens. Es gibt Antwort auf meine Fragen und hat bereits mein Leben verändert."
Nach dem Schriftstudium steht im Allgemeinen das Lernen der deutschen Sprache auf dem Tagesplan, da viele Missionare aus fremden Ländern kommen. Konietz hat aber zu Hause immer Deutsch gesprochen, so dass ihr die Muttersprache kein Problem bereitet. In diesem Fall empfiehlt die Kirche, Englisch zu lernen. Doch auch diese Sprache spricht sie fließend. Deshalb hat sie sich entschieden, Französisch zu lernen.
Bevor die beiden jungen Frauen aus dem Haus gehen, sprechen sie noch ein Gebet, um von Gott geführt zu werden. „Unter normalen Umständen würde ich nie fremde Leute auf der Straße oder im Bus ansprechen. Doch mit dem Herrn an meiner Seite fühle ich mich stark“, gesteht Konietz. Wo auch immer sich eine Gelegenheit bietet, sprechen die beiden Missionarinnen Menschen an. Wenn sie im Auftrag des Herrn unterwegs sind, möchten sie keine Gelegenheit verpassen und gehen mutig ans Werk. Manche Menschen wünschen keine religiösen Gespräche. Das ist für die Missionarinnen kein Problem.
Ihren Aufenthalt in der alten Heimat hat sich Leilani Konietz selbst verdient. Im vergangenen Jahr arbeitete sie sechs Tage pro Woche zehn Stunden lang im Garten- und Landschaftsbau. An ihrem letzten Tag musste ein Projekt noch vor dem einsetzenden Schnee beendet werden. Da kam sie völlig erschöpft und doch glücklich nach 16 Stunden Arbeit nach Hause. Sie hatte ihr Ziel erreicht und insgesamt 7500 Dollar verdient. Das ist genau der Betrag den sie für diese 18 Monate unentgeltliche Arbeit für Gott benötigt. sagt sie entschlossen und selbstbewusst. Einen inneren Ansporn gaben ihr auch die Worte des Präsidenten der Kirche Jesu Christi, Russel M. Nelson, der die Jugendlichen aufforderte: „Hebt euch ab. Seid ein Licht. Legt den Maßstab fest.“ Wenn man Leilani Konietz nach ihren Maßstäben fragt, erklärt sie selbstbewusst: „Sex vor der Ehe ist für mich tabu. Ich möchte einmal im Tempel für Zeit und alle Ewigkeit heiraten, eine starke Ehe aufbauen und Kinder haben, denen ich dieselben Grundsätze vermitteln kann. Ich versuche auch dem Beispiel Jesu Christi zu folgen und bemühe mich jeden Tag zu erkennen, wem ich helfen kann.“ Der Dienst am Nächsten ist ein wichtiger Bestandteil, wenn Leilani Konietz und Olivia Marichal auf andere Menschen zugehen.

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