Kulturzentrum im März: Von Tucholsky bis Broadway

Das Theaterstück "Petterson zeltet" ist für Kinder ab vier Jahren geeignet und erzählt wird von Kater Findus und Pettersson, die einen Ausflug in die Berge unternehmen.
  • Das Theaterstück "Petterson zeltet" ist für Kinder ab vier Jahren geeignet und erzählt wird von Kater Findus und Pettersson, die einen Ausflug in die Berge unternehmen.
  • Foto: Ursula Hilger
  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Im März geht es im Kulturzentrum, Willi-Pohlmann-Platz 1, politisch, gesund und sportlich zu. Nicht nur, dass hier die Frauenwoche eröffnet wird, auch findet wieder der Aktivtag "Sport der Älteren" statt. In kultureller Hinsicht gibt es viel Tanz und Musik sowie Kinder- und Puppentheater.

Der Bochumer Schauspieler und Rezitator Roland von Rauxel bietet am Donnerstag, 1. März, um 19 Uhr mit seinem Kurt-Tucholsky-Programm einen Abend voller Satire. Dabei veranschaulicht er, wie aktuell und amüsant Tucholskys Auseinandersetzung mit dem Zusammenleben von Mann und Frau auch heutzutage immer noch ist. Dem Publikum wird ein ironischer und turbulenter Abend über die Liebe, Frauen, Männer und andere Verzückungen geboten.

Oberbürgermeister Frank Dudda eröffnet am Samstag, 3. März, um 11 Uhr die Frauenwoche. Das Motto „Frauen Stimmen“ verweist auf das Stimmrecht für Frauen, welches vor 100 Jahren - genauer am 12. November 1918 - in der Nationalversammlung verabschiedet wurde. Doch bis heute sind Frauen noch lange nicht gleichgestellt: In politischen Gremien sind sie weit von einem 50-Prozent-Anteil entfernt und ihre Einkommen sind deutlich niedriger als die der Männer. In der 25. Frauenwoche sollen Frauen ermutigt werden, für eine politische, rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung zu stimmen. Zur Eröffnung stellen Institutionen ihr Angebot für Frauen vor. Besucherinnen haben die Möglichkeit, an Kursen sowie an einem sogenannten Speed-Coaching zu beruflichen Themen teilzunehmen. Am Ende der Veranstaltung sorgt die Kabarettistin und Schauspielerin Lioba Albus für Unterhaltung.

Sportlich geht es beim Aktivtag für ältere Menschen am Dienstag, 13. März, ab 15 Uhr zu. Besonders zu Kräftigung, Beweglichkeit, Sinnesorientierung und Sturz-Prophylaxe gibt es umfassende Informationen. Übungsleiter aus Sportvereinen geben Anregungen. Besucher können die Veranstaltung nutzen, um Bewegungs- und Sportangebote auszuprobieren. Neben Informationsständen gibt es eine Tombola und Aufführungen von Vereinsgruppen.

Mozart- und Klassik-Liebhaber kommen bei einem gemeinsamen Konzert des Oratorienchores des Musikvereins Wanne-Eickel und Mitgliedern der Bochumer Symphoniker auf ihre Kosten. Das Chorkonzert "Mozart pur" beginnt am Sonntag, 11. März, um 18 Uhr. Bei der Kunststoffigurenbörse am selben Tag ab 11 Uhr werden überwiegend Spielfiguren aus Kunststoff von den Sechzigerjahren bis hin zur Gegenwart angeboten. Sie gilt als größte Börse für Kunststofffiguren in Europa.

Das Theaterstück "Petterson zeltet" ist für Kinder ab vier Jahren geeignet und am Mittwoch, 21. März, um 16 Uhr zu sehen. Erzählt wird von Findus, dem Kater vom alten Pettersson, der noch nie in einem Zelt geschlafen hat. Klar, dass er endlich mal ausprobieren muss, wie das ist. Und weil der alte Pettersson auch gerade was ausprobieren möchte, nämlich seine selbsterfundene Flitzebogenwurfangel, beschließen die beiden, einen Ausflug in die Berge zu machen. Da können sie wandern, Barsche angeln und zelten. Aber daraus wird nichts. Genauer gesagt, es kommt alles ganz anders. Und das nur wegen der blöden Hühner, die partout auch mal ausprobieren wollen, wie das ist, in einem Zelt zu schlafen.

Die "Dance Area" führt am Sonntag, 25. März, zwei Stücke auf. Das neue Ballett-Stück "Erzähl keine Märchen" beginnt um 15.30 Uhr und erzählt eine Geschichte für Kinder, Jugendliche und jung gebliebene Erwachsene. Es geht um den Schriftsteller Ottokar Grimmig (Josef Koll), der mit sich und der Welt zufrieden ist. Gerade hat er ein Märchen für Kinder geschrieben. Seine bislang schönste und beste Geschichte, wie er findet. Da ist Peter (Jonah Rausch), eine seiner Figuren, aber ganz anderer Meinung, was er dem völlig verdutzten Grimmig auch sagt. Dieser kann es nicht fassen, dass ihm plötzlich eine seiner Märchenfiguren gegenübersteht und seine Geschichte kritisiert. Peter ist aber nicht der Einzige, der mit der Handlung unzufrieden ist. Die Katze (Talia Kartlar) will keine Mäuse fressen, weil sie Vegetarierin ist und schon gar nicht möchte sie den blauen Vogel jagen, denn der ist ihr Freund. Damit nicht genug. Immer mehr Märchengestalten tauchen auf und beschweren sich. Und dann lassen auch noch die Katze und eine kleine Spinne (Nike Janssen) die einzigen Schriftstücke mit Grimmigs Geschichte mitgehen. Also muss der Autor sein Märchen nochmals aufschreiben. Bevor er sich wieder an die Arbeit macht, gönnt Grimmig sich ein kleines Nickerchen. Dabei erscheint die Traumfee (Katharina Schmitt) und versetzt ihn in einen tiefen Schlaf, denn die Märchenfiguren haben mit der Geschichte ganz andere Pläne.

Die zweite Aufführung beginnt um 18 Uhr. Mit dem Projekt "9 Temptations" entführen Schauspielerinnen, Tänzerinnen und Musikerinnen der "Dance Area" ihr Publikum in die Welt des Broadways. Neun Frauen, die gerade aus dem Gefängnis gekommen sind, erzählen ihre Geschichte und träumen sich dabei aus der Vergangenheit in eine bessere Zukunft voller Glitzer, Glamour, Jet Set und Showbiz.

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