Die Flottmann-Hallen im März: Korona, Sabine Bode und ein Flaschmob A
Mehr als nur Kindereien

Das Leipziger Theater Korona bringt "Die Vermessung der Welt" auf die Bühne. Foto: Sebastian Brauer
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uf Abwechslung setzen die Flottmann-Hallen auch im März. Der kommende Monat steht zunächst natürlich ganz im Zeichen des Karnevals und widmet sich im weiteren Verlauf nicht nur Kindereien...

Unter dem Titel "Sprechreiz" präsentieren die Flottmann-Hallen starke Beiträge aus Poetry-Slam-Szene. Am Samstag, 2. März, werden ab 20 Uhr unter der Moderation von Jason Bartsch Filetstücke der Wortkunst gepökelt, das Publikum mit Seemannsgarn zu Rouladen der Sinnlichkeiten gerollt und zum Nachtisch Sahnehäubchen feinster Lyrik serviert.
Take 5 sorgt auf der Ü30-Party am Rosenmontag (4. März) für die passenden Klänge. Das Repertoire der Musiker umfasst Rock- und Pop-Klassiker aus sechs Jahrzehnten. Stets wird das Programm um aktuelle Stücke ergänzt. Das Konzert beginnt um 19 Uhr.
Die städtische Musikschule präsentiert unter dem Titel "Malletmania" erstmals in den Flottmann-Hallen ein kleines Festival bestehend aus drei Konzerten, bei denen die exotischen Instrumenten Vibraphon und Marimbaphon im Mittelpunkt stehen. Der Titel der Konzertreihe leitet sich ab aus dem Begriff Mallet, dem so genannten Schlägel dieser beiden Instrumente. Jeweils um 20 Uhr treten auf: Stefan Bauers Voyage West (7. März), Duo Elégance (9. März) und Setunion (10. März).
Wie übersteht man eine halbe Stunde im Wartezimmer des Kinderarztes? Antworten auf diese und weitere elementare Fragen des Elternseins sucht Sabine Bode, die als späte Mutter auf dem Weg in die Selbsthilfegruppe lieber in Richtung Bühne abbog. Diese steht am Mittwoch, 13. März, in den Flottmann-Hallen. Ab 20 Uhr präsentiert die Kabarettistin ihr aktuelles Programm "Kinder sind kein Geschenk, aber...", in dem unter anderen Zombie-Eltern auf Zahnarztfrauen treffen.
Gegen Ende des 18.Jahrhunderts machen sich zwei junge Deutsche an die Vermessung der Welt. Der eine, Alexander von Humboldt, kämpft sich durch Urwald und Steppe, befährt den Orinoko, erprobt Gifte im Selbstversuch, zählt die Kopfläuse der Eingeborenen, kriecht in Erdlöcher und besteigt Vulkane. Der andere, Mathematiker und Astronom Carl Friedrich Gauss, der zu gerne zu Hause bleibt und sein Leben nicht ohne Frauen verbringen kann, beweist auch im heimischen Göttingen, dass der Raum sich krümmt. Alt, berühmt und ein wenig sonderbar geworden, begegnen sich die beiden 1828 in Berlin. „Die Vermessung der Welt“ ist das erste gemeinsame Theaterstück der beiden Darsteller und Figurentheaterspieler Ralf Schenker vom Theater Fingerhut aus Leipzig und Ralf Kiekhöfer vom Theater Töfte in Halle/Westfalen. Für ihre gemeinsame Zusammenarbeit haben sie das Theater Korona gegründet. Frei nach dem Roman von Daniel Kehlmann erzählt dieses Theaterstück das Leben der beiden Wissenschaftler. Nach Herne kommen sie am Freitag, 15. März, um 20 Uhr.
Unter dem Titel "Zwischen Staunen und Entsetzen" zeigen die Flottmann-Hallen vom 16. März bis zum 5. Mai Gemälde des Herner Künstlers Jürgen Grislawski. Die großformatigen Arbeiten ab dem Jahr 1984 haben eine formale Nähe zu der flächigen Kunst der Comics und der Graffiti.
Das Consoltheater Gelsenkirchen kommt für zwei Auftritte in die Nachbarstadt: Am Montag, 18. März, spielt es "Das platte Kaninchen". Zwei weitere Vorstellungen folgen am nächsten Tag um 9 und 11 Uhr. Erzählt wird eine Geschichte nach dem gleichnamigen Bilderbuch von Bárður Oskarsson.
Beim Upcycling wandelt man ein scheinbar nutzloses Abfallprodukt in etwas um, das sich gebrauchen lässt. Die Formation Glas Blassing beweist am Mittwoch, 20. März, dass sich mit Flaschen ebenso gut Musik machen lässt wie mit herkömmlichen Instrumenten. Diese können tatsächlich wie Schlagzeug, Bass, Gitarre oder auch Flöte klingen. Das Konzert beginn um 20 Uhr.
Zwei völlig unterschiedliche Musikstile prallen am Samstag, 23. März, ab 20 Uhr aufeinander. Die "Mashup-Kantine" gibt zwei gegensätzlichen Bands aus Herne eine Bühne. Tiktaalik spielen Triphop. Dieser Stil wurde in den Neunzigerjahren dank Massive Attack, Portishead und Tricky populär. Mindestens zwei Jahrzehnte weiter zurück reichen die Wurzeln von Belle Epoque. Psychedelic Rock kam mit Gruppen wie The Byrds, The Doors, Grateful Dead auf. Drogen spielten übrigens in beiden Szenen einst eine große Rolle.
"Besuch aus Tralien" bekommt das Theater Kohlenpott. Zumindest lautet so der Titel des Stückes, welches das Ensemble am Sonntag, 24. März, ab 16 Uhr sowie an den beiden folgenden Tagen um 10 Uhr spielt. In Martin Baltscheits Buch geht es darum, wie es sich anfühlt, fremd zu sein. Diese Frage greifen die Schauspieler in der Theaterfassung auf.
Ein Stück Heimatgeschichte präsentiert das Bochumer Theaterprojekt Defakto am Mittwoch, 27. März, ab 19.30 Uhr. "Wanne 78" feiert Premiere. Zur Handlung: Die Suche nach Informationen über ihren Vater, einem früheren Bergmann, führt eine Studentin mitten ins Ruhrgebiet der Siebzigerjahre. Während am Kiosk noch die Tageszeitung, Ernte 23 und Rollmöpse bestellt werden und der Förster über die Botanik der Emscher philosophiert, laufen die Vorbereitungen zum Jubiläumsfest der Gastronomie „Zum alten Fritz“. Die heiter-absurden Episoden erzählen von Heimat und Zusammenhalt und von dem Mut, Entscheidungen zu treffen.
Das interkulturelle Tanzfestival "Im Zeichen des Orients" findet am Samstag, 30. März, zum bereits 19. Mal statt. Mit Shows von rund 200 Tänzern, einem glitzernden Basar mit Rahmenprogramm im Foyer und Kursen für Einsteiger und Fortgeschrittene, gibt es für die Besucher des Festivals viel zu erleben. Die Kurse beginnen um 10.45 Uhr, der Basar öffnet um 14 Uhr und die Shows mit drei thematischen Schwerpunkten folgen ab 15 Uhr. Weitere Informationen zu dem Festival gibt es online:
uptodance.jimdo.com Die Kabarettistin Sabine Bode tritt mit ihrem aktuellen Programm "Kinder sind ein Geschenk, aber..." auf. Foto: Oliver Haas

Das Leipziger Theater Korona bringt "Die Vermessung der Welt" auf die Bühne. Foto: Sebastian Brauer

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