Physiotherapeuten behandeln Darsteller hinter der Bühne
Musical als Leistungssport

Maren Dietrich behandelt Rudi Reschke nur wenige Meter von der Bühne entfernt. Foto: Martin Leclaire

Rudi Reschke ist Schauspieler, Sänger, Tänzer, Choreograph und Produzent seines eigenen Musicals. Um auch in Zukunft Leistungsfähig zu sein, nutzte er ein Angebot der Elisabeth-Gruppe.

Rudi Reschke ist ein wahres Multitalent. Zuletzt spielte er im Musical "Tarzan" in Oberhausen die Rolle des Bösewichts Clayton. In acht Vorstellungen pro Woche stand der 53-Jährige auf der Bühne. Um fit zu bleiben, nutzten er und seine Kollegen ein Angebot des Zentrums für Prävention, Therapie, Rehabilitation und sportmedizinische Diagnostik. Die Herner Spezialisten übernahmen die umfassende physiotherapeutische Betreuung der Darsteller direkt vor Ort.
Sport begleitet Reschke eigentlich schon sein ganzes Leben lang: Nachdem er als Kind zunächst in der Leichtathletik aktiv war und an Zehnkampf-Wettbewerben teilnahm, entdeckte er als Jugendlicher die Leidenschaft fürs Tanzen – eine wichtige Voraussetzung für eine Karriere beim Musical, das oft sportliche Höchstleistungen von seinen Darstellern verlangt. „Als Darsteller muss man ein sogenannter Triple-Threat sein. So nennt man darstellende Künstler, die sowohl singen als auch tanzen und schauspielern können“, sagt der staatlich diplomierte Künstler. In seiner Rolle als Expeditionsführer und Bösewicht Clayton musste er nicht nur das. „Auch zwei Kampfszenen gehörten zu meiner Rolle. Diese sind zwar wie ein Tanz choreographiert und werden von allen Beteiligten einstudiert, dennoch sind sie anstrengend und verlangen eine besonders hohe Konzentration, damit sich niemand verletzt.“
Leider lassen sich jedoch bei einem körperlich so fordernden Job Verletzungen nicht ganz vermeiden, wie der gebürtige Hannoveraner am eigenen Leib erfahren musste: Bei einem unglücklichen Sturz verletzte er sich an der Schulter. Durch die physiotherapeutische Betreuung hatte er die Möglichkeit, die Behandlung in seinen straffen Zeitplan aus Proben und Auftritten zu integrieren. Nicht nur bei akuten Problemen oder Verletzungen war der Einsatz der Physiotherapeuten gefragt. „Je höher die physische Intensität einer Show ist, desto intensiver ist auch der Bedarf für eine medizinische Betreuung. Gerade die präventive Behandlung ist von großer Bedeutung, um als Darsteller leistungsfähig zu sein und auch zu bleiben“, sagt Reschke.
Auch für seine eigene Produktion „Sherlock Holmes“, die gerade in Hamburg Premiere feierte, könnte Reschke sich eine solche Zusammenarbeit zwischen Medizin und Kunst gut vorstellen: Die Darsteller müssten auch in diesem Programm athletisch sein und auf ihre Fitness achten, meint er.
Gerade die präventive Behandlung ist von großer Bedeutung, um als Darsteller leistungsfähig zu bleiben.“

Rudi Reschke

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