Ende September startet die neue Spielzeit des Alten Wartesaals
Noch mehr Programm

Enis Maci tritt mit "Eiscafé Europa" Ende Oktober im Alten Wartesaal auf. Sie gilt als Essayistin der Stunde. Foto: Max Zerrahn
  • Enis Maci tritt mit "Eiscafé Europa" Ende Oktober im Alten Wartesaal auf. Sie gilt als Essayistin der Stunde. Foto: Max Zerrahn
  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Viel los im Alten Wartesaal: Der Veranstaltungsort im Bahnhof Herne etablierte sich im vergangenen Frühjahr mit mehr als 1700 Besuchern. Im Herbst soll es noch mehr Programm geben.

Das Emschertal-Museum, das für die Programmgestaltung verantwortlich zeichnet, setzt dabei auf einen Mix aus Etabliertem und Neuem. „Wir freuen uns darauf, dass uns einige unserer alten Hasen wieder unterstützen", sagt Veranstalterin Katrin Lieske und nennt den Verein Pottporus, das Theater Kohlenpott und die Organisatoren des Jugendkulturpreises "Herbert".
Seit 2017 ist der Alte Wartesaal eine interessante Ergänzung der Museumslandschaft. Wer den 170 Quadratmeter großen Raum mit seinem hohen Holzgewölbe zum ersten Mal betritt, wird sofort begeistert sein. Der Betrachter kann sich dem industriell geprägten Ambiente nur schwer entziehen. Keine Frage, der alte Wartesaal ist ein Ort mit Potenzial. Nicht ohne Grund sind Mittel von 220000 Euro aus dem Stadtumbauprojekt Herne-Mitte in die Umgestaltung geflossen. Der Boden erhielt eine neue Oberfläche. Der urbane Charme mit dem unverputzten Mauerwerk blieb aber erhalten und ist an allen Ecken erkennbar.
Vom Schloss in den Bahnhof zieht der Näh-Kurs "Artbags" um. Neben festen Kooperationen sollen in jeder Spielzeit Projekte mit neuen Künstlern entstehen: Diesmal wird es zum Beispiel eine Ausstellung mit der Fotografin Meike Poese geben, die ihre intensiven Schwarz-Weiß-Porträts zeigen wird.
Ein besonderes Schmankerl spart man sich bis zum Schluss des Jahres auf. Die Spielkinder treten am 22. Dezember mit Gästen im Alten Wartesaal auf. Das Stück „Groß, größer, am kleinsten!“ ist bereits bei den Ruhrfestspielen und in den Flottmann-Hallen aufgeführt worden. „Ein bisschen stolz sind wir schon, dass wir mit unserem vergleichsweise kleinen Wartesaal die Möglichkeit bekommen, ein solches Schauspiel-Kaliber zeigen zu können“, sagt Lieske.
Bei der Zusammenstellung legen die Programmverantwortlichen jedoch größten Wert darauf, nicht allein auf Quantität zu setzen. „Bei der Entwicklung eines jungen Kulturortes müssen die Künstler Freiheiten bekommen, sich kreativ zu verwirklichen und auszuprobieren“, betont Chris Wawrzyniak, der die Netzwerkarbeit und strategische Entwicklung des Wartesaals unterstützt. „Gleichzeitig schauen wir ganz genau, welche Formate gut funktionieren und wie wir diese dann gemeinsam mit den Künstlern weiterentwickeln können. Wir verstehen uns gewissermaßen als Labor für junge Kultur in Herne.“ Mit dem Programm für die Monate September bis Dezember scheint dies gelungen zu sein.

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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