Fidele Horst: Vorverkauf für Premiere im April noch vor Weihnachten
Stück und Regie neu

Soziales amüsant in Szene gesetzt: Ralf Löchel und Sebastian Krug bei den Proben.
Foto: Veranstalter

"Und ewig rauschen die Gelder" lautet der Titel des neuen Theaterstücks, für das die Proben beim Theater Fidele Horst aktuell auf Hochtouren laufen.

Nicht nur das Stück, dessen Premiere für April nächsten Jahres angesetzt ist, ist neu, sondern auch die Regie in Person von Tobias Weichert. Der hatte jüngst die Aufgabe von seinem Vater Olaf übernommen, der 37 Jahre lang das Ensemble geführt hatte.
"Und ewig rauschen die Gelder" ist eine Farce in zwei Akten, in der es um einen Arbeitslosen geht, der seiner Frau seinen Rausschmiss bei den Stadtwerken nicht gestanden hat. Ein Scheck vom Sozialamt, der eines Morgens in seinem Briefkasten liegt und der für einen längst nach Kanada ausgewanderten Untermieter bestimmt ist, bringt Erik Schultz auf eine Idee.
Er erfindet viele weitere Hausbewohner, baut dieses Geschäftsmodell mit Hilfe seines Onkels aus. Dieser löst die Zusatzleistungen für die fiktiven Hilfsbedürftigen in einem Schwarzmarkt für Stützstrümpfe, Perücken oder Reha-Maßnahmen ein. Dadurch kann Erik Schultz die Segnungen des Sozialstaates in vielen Bereichen für sich auszunutzen.
Während die Ehefrau glaubt, ihr Mann ginge jeden Morgen zur Arbeit, nutzt Erik Schultz alle Schlupflöcher und Gesetzeslücken des Sozialstaates aus und tritt damit eine Lawine an Leistungen los. Sozialhilfe, Alters-, Invaliden- und Frührente, Schlechtwetter-, Kranken-, Wohn- und Kindergeld oder Schulmilch werden regelmäßig gezahlt und sorgen dafür, dass seine Kasse immer gut gefüllt ist.
Als dann aber eines Morgens der Prüfer vom Sozialamt vor der Tür steht, droht sein Kartenhaus einzustürzen. Er verstrickt sich in fadenscheinige und absurde Ausreden, in die er auch seinen einzigen wirklichen Untermieter einbezieht. Die Verwirrung wächst noch, als weitere unerwartete Besucher auftauchen.
Michael Cooneys temporeiche und aberwitzige Komödie ist voller Überraschungen, Verwechslungen, Situationskomik und schwarzem Humor, nimmt die Selbstbedienungs-Mentalität aufs Korn und macht in überspitzter Form Ungerechtigkeiten des Sozialsystems deutlich.
Die Premiere des neuen Stückes ist am 17. April im Mondpalast.
Weitere Informationen:
theater-fidele-horst.de

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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