Flottmann-Hallen bieten wieder Programm unter besonderen Auflagen an
Vorsichtige Schritte

Bert und Roy vernichten Zaubershow-Klischees und verpassen skandalösen Geschichten einen verblüffenden Ausgang.
 Foto: Berlin Pfefferberg
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  • Bert und Roy vernichten Zaubershow-Klischees und verpassen skandalösen Geschichten einen verblüffenden Ausgang.
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  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Unter besonderen Auflagen bemühen sich die Flottmann-Hallen um eine Rückkehr in Richtung Normalität. Nach dem "Kultur Open Air" soll es noch im August wieder Veranstaltungen unterm Dach des Industriedenkmals geben.

Für die Veranstaltungen der kommenden Woche wird die Zahl der Sitzplätze auf ein Drittel des sonst Möglichen begrenzt. Einige ursprünglich geplante Programmpunkte müssen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Die Veranstalter benötigen beim Verkauf von Tickets eine schriftliche Besucherregistrierung. Plätze werden fest vergeben, um eine Rückverfolgung zu garantieren.
"Transparenz und Dichte" lautet der Titel einer Ausstellung, die ab dem 22. August in den Flottmann-Hallen zu sehen sein wird. Zum Eröffnungstag werden Exponate aus dem Besitz des Westdeutschen Künstlerbundes von 14 bis 18 Uhr gezeigt. Der Verein fördert seit bald 70 Jahren bildende Künstler in Nordrhein-Westfalen. Kooperationen mit Museen, städtischen Galerien und anderen Ausstellungshäusern des Landes machen den breiten Wirkungsgrad der Aktivitäten des Vereins deutlich. Zehn Künstler unterschiedlicher Generationen präsentieren in den Flottmann-Hallen ihre Skulpturen.
Am 28. August feiert "Die Nashörner – Ein Duell für Leichtgläubige" Premiere in Herne. Es handelt sich hierbei um eine Produktion des Bochumer Ensembles Progonauten, die außerdem an den beiden folgenden Tagen auf die Bühne gebracht wird. Alle drei Vorstellungen beginnen um 20 Uhr. Vor 60 Jahren wurde Eugéne Ionescos Stück „Die Nashörner“ uraufgeführt. Die Handlung zeigt, wie die Bürger einer Kleinstadt nach und nach zu Mitläufern werden und sich in Nashörner verwandeln. Einzig der Protagonist Behringer widersteht. Die Produktion konfrontiert alle Anwesenden durch spielerische Elemente mit Begriffen wie Verantwortung und Handlungsfreiheit. Der Ausgang ist ungewiss: Wo führt uns die Reise hin? Wer sind wir heute? Können wir überhaupt Widerstand leisten oder sind wir längst zum Herdentier mutiert?
Zurück ist die Konzertreihe "Underground Jazz". Am Montag, 31. August, tritt um 20 Uhr The Spam auf. Das Trio bestehend aus Oliver Schroer (Piano), Patrick Siewert (Bass) und Wilm Flinks (Schlagzeug), formierte sich 2016. Im Zusammenspiel vereinen sich Jazz, Jungle, Funk und Soul sowie Elemente aus Afro und Minimal. Der Zuhörer fühlt sich an frühe Zeiten des Esbjörn Svensson Trios, mal an Philip Glass und mal an Fela Kuti erinnert. Am 22. September folgt der Auftritt von Hyper Space Projekt. Patric Siewert ist erneut dabei. Er begleitet den Flügelhornisten und Trompeter Matthias Bergmann gemeinsam mit dem Schlagzeuger Kolva Roetzel. Die Eigenkompositionen der Musiker aus Herne, Köln und Dortmund sind vom Wechsel zwischen melancholischen und euphorischen Melodien geprägt.
Und noch eine Premiere: "Love is Air" lautet der Titel einer Zauber-Show, die das Flair von Las Vegas inszeniert. Zu sehen ist sie am Mittwoch, 9. September, um 20 Uhr. Hierbei handelt es sich um eine der schrägsten Las-Vegas-Shows außerhalb von Las Vegas und einen magischen Trash-Comedy-Abend. Bert und Roy vernichten Zaubershow-Klischees und verpassen skandalösen Geschichten einen verblüffenden Ausgang.
Das interkulturelle Tanzfestival "Im Zeichen des Orients" soll am Samstag, 12. September, ab 15.30 Uhr stattfinden. Den Corona-Maßnahmen im April zum Opfer gefallen, soll es nun eine den aktuellen Bestimmungen angepasste Ausgabe geben. Bestandteil bleibt der Basar, der allerdings vor die Flottmann-Halen verlegt wird. Der Eintritt ist frei. Von Spanien in die Türkei quer durch den Nahen Osten bis nach Indien, Hawaii und Argentinien führt die tänzerische Abenteuerreise und verspricht pures Fernweh. Feuriges südliches Temperament trifft auf betörende exotische Tempeltänze, sanfte Hula-Klänge wechseln sich mit treibenden Trommelsoli ab und vereinen sich mit frechen urbanen Tanzstilen.
Das Theater Kohlenpott spielt am Freitag, 18. September, um 11 Uhr sowie am folgenden Samstag (18 Uhr) und Montag (11 Uhr) "Ich bin Liebe – ein Stück Musik II". Zur Handlung: Eine Popband spielt Lieder über das größte aller Gefühle, doch was Liebe ist, darüber haben ihre fünf Mitglieder ganz unterschiedliche Vorstellungen. Kein Gefühl wird in der Kunst häufiger untersucht, keins ist schwerer zu fassen. Ob Hohelied oder Minnesang, ob sterbender Schwan oder ewige Flamme, durch die ganze Musikgeschichte zieht sich das Entstehen und Vergehen von Liebe. Aus fünf Perspektiven auf das schönste und mysteriöseste aller Gefühle wird eine musikalische Untersuchung, ein Konzert. Und keine Antwort auf die Frage aller Fragen.
Und auch Herbert hat gute Chancen, Corona zu überleben. Zum neunten Mal will der Herner Jugendkulturpreis dem kreativen Schaffen junger Menschen aus unserer Stadt ein Forum bieten. Das Bühnenprogramm zieht diesmal ins Internet um: Von jedem Beitrag und jedem Teilnehmer wurden professionelle Videos gedreht. Sie sind bereits zu sehen. So können sich Publikum und Jury im Netz einen Eindruck von der großen Bandbreite jungen künstlerischen Wirkens in Herne verschaffen. Bis zum 27. September kann über die Beiträge abgestimmt werden. Um 17 Uhr wird es so feierlich wie gewohnt. Die Preisverleihung findet mit allen Beteiligten in den Flottmann-Hallen statt. Der Herbert findet im Rahmen von "Nachtfrequenz 20 – Nacht der Jugendkultur" statt.

Bert und Roy vernichten Zaubershow-Klischees und verpassen skandalösen Geschichten einen verblüffenden Ausgang.
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Das Tanzfestival "Im Zeichen des Orients" ist für Mitte September geplant.Foto: Reinhold Krossa
Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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