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BürgerReporter des Monats Januar: Werner Rhinow

Bürgerreporter Werner Rhinow aus Bochum, hier auf einer älteren Aufnahme.
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  • Bürgerreporter Werner Rhinow aus Bochum, hier auf einer älteren Aufnahme.
  • Foto: Rhinow
  • hochgeladen von Jens Steinmann

Werner Rhinow war Konditormeister, Hotelbesitzer, Auswanderer und vieles mehr. Nachdem er vor Jahren in seine Heimat Bochum zurückgekehrt ist, schreibt und fotografiert heute. Seine Bilder und Beiträge teilt er seit 2015 im Lokalkompass. Er ist unser erster Bürgerreporter des neuen Jahres 2021.

Werner, stelle dich doch in drei Sätzen bitte einmal selbst vor.

Also, ich bin seit 8 Jahren in Rente. Bin 51 Jahre in meinem Beruf als Konditormeister tätig gewesen. Habe die Grundlage zu diesem Beruf von meinem Vater geerbt, der mit nur einem (dem linken) Arm 1941 seine Konditormeisterprüfung abgelegt hat. 1946 hat er sich selbständig gemacht. Ich war dann später auch selbständig mit der Konditorei und hatte später mit meiner Frau ein Hotelrestaurant.

Kindergeburtstag in der elterlichen Backstube.
  • Kindergeburtstag in der elterlichen Backstube.
  • Foto: Rhinow
  • hochgeladen von Jens Steinmann

Wie kam es, dass du Bürgerreporter geworden bist?

Tja, durch meine Liebe zur Fotografie habe ich vor vielen Jahren im Stadtspiegel die Möglichkeit gesehen meine Fotos zu zeigen. Auch die Kommunikation mit anderen Menschen hat mich dazu gebracht mitzumachen.

Was war bisher dein größter Erfolg als Bürgerreporter?

Ich habe es schon als Erfolg betrachtet wenn meine Fotos veröffentlicht wurden. Welche meiner Fotos und Beiträge am besten gelungen sind, kann ich wirklich nicht sagen.

Herbstmotive überall

Was macht deine Heimat Bochum lebenswert? Was läuft nicht so gut?

Als wir 2012 zurück nach Deutschland gezogen sind (wir sind mit 60 noch ausgewandert), kam für mich nichts anderes in Frage als Bochum. Eben meine Heimat. Was läuft nicht so gut? Auch wenn ich nur eine Mini-Rente habe, bin ich zufrieden, und mein obligatorischer Spruch, wenn jemand mal wieder jammert, lautet: “70 Prozent der Menschheit wäre froh, wenn es ihnen so schlecht ging wie uns!“ Dann ist meistens Ruhe.

Obwohl du es mit deinen zurückliegenden Operationen nicht leicht hattest, hast du dir selbst eine Therapie, nämlich Hundespaziergänge, verordnet. 

Diese Hundespaziergänge helfen mir dabei überhaupt an die frische Luft zu kommen. Ich muss laufen. Bis zu 14 Kilomenter. Auch wenn es manchmal steil ist, hilft es mir sehr. Meine Muskeln machen manchmal nicht so mit, wie ich will. Dann bleibe ich eben mal kurz stehen. Zusätzlich habe ich mir noch einen Stepper gekauft, um an den hundefreien Tagen zu Hause meine Muskeln zu stärken.

Im Lokalkompass hast du von vielen Reisen berichtet. Was ist dein liebstes Reiseziel und warum?

Mein schönstes Ziel war Malta. Dort habe ich das Tauchen erlernt und bin auch später noch getaucht. Auch Hurghada (Ägypten), Kroatien und Mallorca waren Reiseziele. Heute ist es aus finanziellen Gründen nicht mehr möglich. Mindestens einmal im Jahr fahre ich zu Freunden in der Schweiz.

Reisen in die Schweiz stehen bei Werner in jedem Jahr fest im Kalender.
  • Reisen in die Schweiz stehen bei Werner in jedem Jahr fest im Kalender.
  • Foto: Rhinow
  • hochgeladen von Jens Steinmann

Was wäre für dich ein Traumziel, wenn Geld keine Rolle spielte? 

Malta zum tauchen.

Corona ist allgegenwärtig derzeit. Wie hat die Pandemie dein Leben verändert und was gibt es an guten bzw. schlechten Neuerungen?

Corona hat mein Leben nicht verändert, weil es vor Corona auch nicht anders war. Was mir nicht in den Kopf will, ist allerdings das teilweise Leugnen dieser Krankheit.

Was war dein bisher größtes Abenteuer?

Zwei Abenteuer: Zuerst die Aufnahme von ungefähr 400 Übersiedlern aus der damaligen DDR, die noch geflüchtet waren. Wir haben diese Menschen versorgt und betreut. Betreut im wahrsten Sinne des Wortes.
Dann noch der 11. September 2001. Die Anschläge in Amerika liefen gerade bei CNN, als eine Gruppe Amerikaner vom Flughafen Düsseldorf zu uns ins Hotel nach Viersen kam und natürlich nichts von alledem wusste. Als sie dann die Bilder sahen, sind sie fast zusammen gebrochen. Das Problem war außerdem: sie konnten nicht am nächsten Tag abreisen. Wir hatten aber noch Messegäste erwartet. Die sind dann zusammengerutscht und so konnten die Amerikaner bleiben. Drei Frauen blieben sechs Tage bei uns. Auch um diese Mädels haben wir uns gekümmert. Wir wurden dann "German Angels" genannt und nach Amerika eingeladen.

Wenn du etwas am Lokalkompass verändern könntest – was wäre das?

Also, ich würde am Lokalkompass nichts ändern!

Autor:

Jens Steinmann aus Herne

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