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Bürgerreporterin des Monats Juni: Martina Seeliger aus Lünen

Martina Seeliger aus Lünen ist unsere Bürgerreporterin des Monats.
  • Martina Seeliger aus Lünen ist unsere Bürgerreporterin des Monats.
  • Foto: Seeliger
  • hochgeladen von Jens Steinmann

Martina Seeliger ist unsere Bürgerreporterin des Monats Mai. Seit ganz genau zwei Jahren ist sie im Lokalkompass aktiv. Angefangen hat alles durch ihren Verein, heute berichtet Martina über vieles mehr. Hier lest ihr das Interview.

Wie kam es, dass du Bürgerreporterin geworden bist?
Zum Lokalkompass bin ich über den Turnverein Eintracht Brambauer gekommen. Als Pressewartin eines kleinen Vereins, der nur Breitensport anbietet, ist es oft schwer einen Artikel in den Tages-zeitungen zu platzieren. Der Lokalkompass ist da eine gute Alternative. Nach und nach sind dann andere Themen dazu gekommen. Wie der Artikel über Stare, die unter unserem Dach genistet haben.

Stare über dem Brechtener Ortskern (1)

Stelle dich in fünf Sätzen selbst vor.
Geboren und aufgewachsen bin ich in Brambauer. Seit einiger Zeit wohne ich in Brechten, was gleich nebenan liegt. Ich bin verheiratet und habe einen erwachsenen Sohn, beruflich arbeite ich in Herne als Lehrerin am Haranni-Gymnasium. In meiner Freizeit gehe ich gerne spazieren, arbeite im Garten oder fotografiere. Ansonsten bin ich eher Familienmensch, großer Trubel liegt mir weniger.

Bist du gebürtige Lünerin? Was macht deine Heimatstadt für dich besonders?

Gebürtig bin ich aus Brambauer, dem größten Vorort Lünens, der durch den Bergbau entstanden ist und erst 1928 nach Lünen eingemeindet wurde. Meine Vorfahren waren allesamt auf der Zeche Minister Achenbach beschäftigt und so interessiere ich mich natürlich für den Bergbau und seine Entwicklung. Brambauer ist meine Heimat, denn fast jede Ecke birgt hier Erinnerungen. Gerade in den letzten Jahren hat es viele Bestrebungen gegeben, den Stadtteil attraktiver zu machen (Volksparkfreunde Brambauer; Zukunftswerkstatt 2030), was für mich etwas Besonderes ist, da die Initiative von innen kommt.
Brambauer hat wunderschöne alte Fassaden, einige tolle Möglichkeiten spazieren zu gehen und auch sonst eine Menge zu bieten, was man leicht übersieht. Bei allen Nachteilen sollte man auch die Schönheiten im Auge behalten. Gerade zu dem auch in der Lüner Printausgabe erschienen Artikel über den Spaziergang mit Blick auf Brambauer sind sehr viele positive Rückmeldungen bei mir angekommen. 
Das soll meinen neuen Wohnort Brechten nicht abwerten, denn auch er hat einiges zu bieten, er ist nur nicht mit so vielen Erinnerungen gespickt.

Spaziergang im Vor(alpen)haldenland

Du berichtest gern über Vereine aus Dortmund und Lünen. Mit welchen Vereinen fühlst du dich besonders verbunden und warum?
Mein Schwerpunkt liegt natürlich beim TV Eintracht Brambauer, in den ich über meine Eltern quasi hineingewachsen bin. Da verfüge ich über eine Menge Hintergrundwissen und kann zudem für den Verein aktiv sein. Im Moment versuchen wir über Lokalkompass, den Kontakt zu den Mitgliedern zu halten.

Die ersten Fotos vom Vereinstag sind da

Die anderen Berichte sind daraus entstanden, dass mein Sohn Fußball spielt. Es geht aber hauptsächlich um Vereine, die in der normalen Presse nicht so stark vertreten sind.

Tus Eving erzielt den 3. Sieg in Folge

Bist du selbst aktive Sportlerin? Was ist deine Lieblingssportart ?
Als Jugendliche und junge Erwachsene habe ich sehr intensiv Volleyball gespielt, aus gesundheitlichen Gründen geht das nicht mehr, aber ab und zu spiele ich eine Runde Badminton. Auch Sportfotos sind eine Herausforderung, da die Motive äußerst beweglich sind. Den Hauptteil machen die Bilder bei den Fußballspielen meines Sohnes aus. Wichtig ist mir dabei, dass auf den Fotos niemand lächerlich gemacht wird. Da suche ich sehr genau aus. Außerdem sollte die Bewegung rüberkommen.

Auch Denkmäler und die Natur zeigst du auf deinen Bildern. Was fasziniert dich hier besonders?
Bei den Denkmälern geht es meist um Objekte, die sich in der Nähe befinden oder auf die ich durch Zufall gestoßen bin. Danach möchte ich meist mehr wissen und es ist wie ein Puzzle, wenn immer mehr Einzelteile zusammenkommen. Ärgerlich finde ich es, wenn ich an einer Stelle überhaupt nicht weiterkomme, wie in dem Artikel zur Auguste-Victoria-Schule in Brambauer. Bisher konnte ich nicht in Erfahrung bringen, welche Bedeutung das Türmchen auf dem Dach in früherer Zeit wirklich hatte. Es gibt zwar Vermutungen, aber mit Sicherheit konnte das noch niemand sagen.

Brambauers Denkmäler (2)

Bei den Naturberichten oder Fotos fasziniert mich der „richtige Augenblick“, um auf den Auslöser zu drücken. Da sind auch viel Geduld und Glück dabei. Wenn es dann noch eine kleine Geschichte dazu geben kann, macht es mir besonders Spaß. Die Ideen dazu entstehen meist bei einem Spaziergang oder bei einem Blick in den Garten. Oft sind es auch Kleinigkeiten, die plötzlich ins Auge stechen, wie zum Beispiel die großen Füße bei den Blässhühnern.

auf großem Fuß

Was war dein größter Erfolg bzw. dein schönstes Erlebnis im Lokalkompass?
Es gab schon einige positive Erlebnisse und, was ich besonders schätze, noch kein negatives. Mein größter Erfolg war ein kurzer Bericht über Störche zwischen Lünen und Brechten. Wir sind an diesem Tag in den Urlaub gefahren und es war eine große Überraschung zu sehen, wie viele Leute sich für diesen Beitrag interessiert haben. Im Lüner Anzeiger habe ich es einmal auf den Titel geschafft. Das hat mich sehr gefreut. Und dann sind da natürlich noch die beiden Newswall-Bilder, die ich mir beide in Essen angesehen habe.

Die Vögel

Wenn du etwas am Lokalkompass verbessern könntest – was wäre das?
Zunächst einmal muss ich sagen, dass mir der Lokalkompass und vor allem der freundliche Umgang miteinander sehr gefällt. Mir sind noch keine unangemessenen Kommentare untergekommen, ich hoffe, es bleibt so.
Manchmal finde ich es störend, dass man einen Artikel nur unter einem Ort veröffentlichen kann. Es gibt Themen, die sind für einen größeren Bereich interessant. Ich sehe aber auch das Problem, dass es dann zu viel werden könnte und es heißt ja auch Lokalkompass.

Autor:

Jens Steinmann aus Herne

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