Drei Tage vor seinem 20. Geburtstag wurde Lukas Fickert Missionar
Im Auftrag des Herrn

Anzug, weißes Hemd und Krawatte trägt Lukas Fickert schon während seiner Ausbildung, die aufgrund Corona zum Teil per Videokonferenz stattfindet. Foto: privat
  • Anzug, weißes Hemd und Krawatte trägt Lukas Fickert schon während seiner Ausbildung, die aufgrund Corona zum Teil per Videokonferenz stattfindet. Foto: privat
  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Das Fachabitur in der Tasche kann sich Lukas Fickert jetzt seinen großen Wunsch erfüllen. Er wird Missionar für die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.

Mit 13 Jahren ließ Lukas Fickert sich in der Kirche taufen und entwickelte schon bald den Wunsch, einmal Missionar zu werden. Im Laufe der Jahre aber verblasste dieser Wunsch ein wenig, ehe er in den vergangenen Monaten immer stärker wurde. Er habe dann mit dem Leiter seiner Gemeinde gesprochen und schließlich begonnen, sich auf seine Mission vorzubereiten, so Fickert.
Zu der Vorbereitung gehören unter anderem ärztliche Untersuchungen und Impfungen. Schon bald waren alle erforderlichen Unterlagen beeinander und die Bewerbung wurde an den Hauptsitz der Kirche nach Salt Lake City (USA) geschickt. „Am 17. Februar, das weiß ich noch ganz genau, erhielt ich den Brief der Ersten Präsidentschaft der Kirche mit der Berufung, eine Mission in den USA in der Idaho Pocatello Mission zu erfüllen“, erzählt Fickert.
Darüber, in welchem Gebiet ein Missionar seinen Dienst erfüllt, entscheidet die Erste Präsidentschaft der Kirche. Fickert wäre überall hingegangen, wo er gebraucht wird. Aber Idaho gefällt ihm besonders, da es dort im Sommer nicht so extrem heiß wird. 24 Monate dauert die Missionszeit. Sie beginnt mit einer Vorbereitung, die normalerweise in einem MTC (Missions-Trainings-Center) durchgeführt wird. Aber in Corona-Zeiten ist nun vieles anders. Das Training wird via Videokonferenz zu Hause durchgeführt mit jeweils fünf bis sechs Unterrichtsstunden an fünf bis sechs Werktagen in der Woche. Daran teilnehmen werden auch andere Missionare, die in ein englischsprachiges Gebiet berufen wurden. Im Vordergrund steht der Sprachkurs, der das Schul-Englisch ergänzen wird, ebenso wird freie Rede in der Fremdsprache geübt. Die heiligen Schriften (Bibel, Buch Mormon, Lehre und Bündnisse) liest Fickert bereits in Englisch. Dieser Teil der Vorbereitung dauert drei Wochen, ehe es nach Idaho geht,.
Missionare unterliegen Regeln. So beginnt beispeilsweise der Tag um 6.30 Uhr. Es stehen 30 Minuten Frühsport und das Studium der heiligen Schriften auf der Agenda, ebenso ein vertiefendes Studium der Fremdsprache. Einmal pro Woche können Missionare mit ihrer Familie telefonieren oder per E-Mail Kontakt halten. Missionare tragen einen Anzug und eine Krawatte sowie ihr Namensschild.
Auf die Frage, was ihn motiviert, ein Missionar zu werden, antwortet Fickert: „Das Evangelium gibt mir sehr viel. Es hat viel Freude in mein Leben gebracht. Davon möchte ich anderen abgeben.“ Seine Hobbys sind Schwimmen, Playstation, Computer und Wandern. Die längste Wanderung mit einem Freund dauerte 27 Stunden einschließlich der Pausen. Auf Hobbys muss er jetzt zwei Jahre lang verzichten. Von vielen seiner Freunde hat er bereits Abschied genommen. Nach seiner Rückkehr möchte er eventuell Sozialarbeiter oder Streetworker werden.

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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