Lieschen und das Ekel

Das „Mondpalast“-Ensemble hat Zuwachs bekommen: Alma Gildenast und Heiko Büscher sind in der neuen Produktion „Wilhelmstraße“ zu sehen – als Lieschen Müller und nervtötender Vermieter. Foto: Erler
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Lieschen Müller (Alma Gildenast) ist Schauspielschülerin und ganz schön abgedreht, als sie in die Wanne-Eickeler Wohngemeinschaft „Wilhelmstraße“ einzieht. Die drei „alten Säcke“, die dort schon nach gescheiterten Ehen und Beziehungen den Daseinskampf zu meistern versuchen, müssen sich an neue Sitten gewöhnen.

Im gemeinsamen Kampf mit ihrem ätzend-ekligen Vermieter (Heiko Büscher) bleibt ihnen manchmal nur der umflorte Blick auf den gegenüberliegenden „Mondpalast“. Das trifft sich gut, denn passenderweise wird dort die Komödie „Wilhelmstraße“ aus den Federn von Sigi Domke und „Mondpalast“-Intendant Thomas Rech aufgeführt. Premiere ist am Gründonnerstag (28. März).
Rech grinst breit und verspricht eine „hohe Gagdichte“ der „Persiflage auf Sitcoms und Telenovelas“. Selbst auf das gefürchtete „Lachen aus der Ton-Konserve“ und Werbeblöcke mag der Macher nicht verzichten. „Die Dialoge“, Rech gerät ins Schwärmen, „sind schnell, witzig und gespickt mit aktuellen Bezügen, die wir fix hineinschreiben.“ Zentrale Spielorte auf der Bühne sind Sofa und Küchentisch. Wenn die „Palast“-Gäste das Stück lieben, gibt es Fortsetzungen.
Während sich die Helden des Alltags an der Wilhelmstraße ausleben, haben sich die Helden des Sports den RevuePalast Ruhr in Herten auserkoren: Der neue „Sportschau Club“ der ARD, Nachfolgesendung von „Waldis Club“, kommt am Mittwoch, 6. Februar, erstmals aus der Untertage-Bar des RevuePalasts. Moderator der Live-Sendung, die sechs bis acht Mal nach Länderspielen der Löw-Elf und dem DFB-Pokalfinale in Berlin zu sehen sein wird, ist Alexander Bommes. Zum Auftakt beschäftigt sich der „Sportschau Club“ mit der Begegnung Deutschland - Frankreich am 6. Februar in Paris. „Wir haben hart darum gekämpft, dieses Format nach Herten zu holen“, gibt ein stolzer Prinzipal Christian Stratmann zu verstehen, „das ist eine großartige Aufwertung unseres Standortes.“
Nicht so ganz zufrieden ist Stratmann mit der Entwicklung der Kammerspielchen. Die Veranstaltung „SingSing“ werde es dort nicht mehr geben. Weiterhin zu sehen: „Frau Piesewotzki . . .“, „Versuchung“ und – im März – „Haus. Frauen. Sex.“.

Das „Mondpalast“-Ensemble hat Zuwachs bekommen: Alma Gildenast und Heiko Büscher sind in der neuen Produktion „Wilhelmstraße“ zu sehen – als Lieschen Müller und nervtötender Vermieter. Foto: Erler
Das Straßenschild „Wilhelmstraße“, das Christian Stratmann (li.) und Thomas Rech umklammern, erinnert an den TV-Dauerbrenner „Lindenstraße“ – aber statt Problem- ist Gagdichte angesagt. Foto: Erler
Autor:

Bernhard W. Pleuser aus Essen-Kettwig

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