BürgerReporterin des Monats Januar
Lokalkompass präsentiert: Heike Mühlen aus Wesel

Heike Mühlen aus Wesel ist unsere BürgerReporterin des Monats Januar. Herzlichen Glückwunsch!
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  • Heike Mühlen aus Wesel ist unsere BürgerReporterin des Monats Januar. Herzlichen Glückwunsch!
  • Foto: ANNA FERNANDES BERNARDES
  • hochgeladen von Jens Steinmann

Das Jahr 2019 ist erst wenige Stunden alt. Trotzdem ist es schon höchste Zeit, unsere BürgerReporterin des Monats vorzustellen. Heike Mühlen aus Wesel ist seit fast zwei Jahren BürgerReporterin. Hier erfahrt ihr, warum sie lieber in Wesel als in Berlin lebt, was sie zum Grand Canyon zieht und warum unser Kollege Dirk Bohlen den richtigen Riecher hatte.

1. Du bezeichnest dich selbst als Facebook-Junkie. Wie bist du zum Lokalkompass gekommen und was ist hier anders als bei Facebook? Wenn ich Zeit habe, gestalte ich kleine Sprechblasen-Bild-Cartoons mit Bildern von unserem vierbeinigen Freund und den Tieren, denen wir auf unseren Spaziergängen begegnen (überwiegend mit Schafen) und veröffentliche sie auf meiner Facebook-Seite. Dirk Bohlen (Redakteur bei DER WESELER) fand diese wohl recht unterhaltsam und kommentierte vor knapp anderthalb Jahren mal einen dieser Bildbeiträge mit den Worten „Mensch Heike, melde dich doch mal bei Lokalkompass an“. Fünf Minuten später war ich dabei.
Anders ist für mich im Lokalkompass die Informationsdichte: weniger Trivial-Posts, sondern echte Nachrichten, Fakten, Informationen aus meiner Region, die mich direkt erreichen, und nicht nur, weil sie gerade zufällig jemand postet, mit dem ich befreundet bin. Außerdem sind die Beiträge bei Lokalkompass übersichtlicher sortiert und über die Überschriften und Rubriken schnell aufzurufen. Je nach Lust und Laune schaue ich mir die aktuellen Nachrichten, Leserbeiträge, den Veranstaltungskalender oder auch mal nur die Schnappschüsse an.

2. Du schreibst viele Beiträge im Bereich Kultur, insbesondere über das SCALA-Kulturspielhaus. Wenn du die Wahl hättest – würdest du dich für das Ballett Schwanensee, ein Konzert von Rammstein oder die Kinopremiere von Star Wars entscheiden? 
Oh, jetzt habt ihr mich erwischt. Traditionell schaue ich mir natürlich die Star Wars Premiere im Kino an. Ich habe seinerzeit in den 70ern bereits die erste Trilogie im Kino gesehen (damals noch mit meinen Brüdern im alten Apollo und SCALA Kino hier in Wesel) und auch heute gehe ich noch zu den Premiere Vorstellungen, jetzt allerdings mit meinem Sohn. Als Kind war ich fasziniert und beeindruckt von der Story und der filmischen Umsetzung und das sehe ich heute nicht anders. Vermutlich schaue ich mir die Premieren auch noch an, wenn ich mal 70 Jahre alt bin. Außerdem bin ich bei beinahe jeder Kulturveranstaltung im SCALA Kulturspielhaus dabei und besuche auch sehr gerne andere Häuser für Konzerte, Theaterstücke usw.

3. Wenn du dich selbst mit fünf Begriffen beschreiben müsstest. Welche wären das?
Positivdenkend, familiär, naturverbunden, tierlieb, zuverlässig.

4.Was war dein bislang größtes Abenteuer?
Ihr meint außer das Leben selbst? Also bei „Abenteuer“ habe ich ja sofort Bilder aus „Indiana Jones“ oder „Der Herr der Ringe“ vor Augen. Vergleichbares ist natürlich in meinem Leben nicht passiert, aber es gab Ereignisse, die nachhaltig in meinem Gedächtnis blieben, wie etwa die eiskalte Januarnacht, die ich im mit meinem damals sechsjährigen Sohn am Flughafen in Edingburgh verbrachte. Ich weiß noch genau, wie ich mich fühlte, als auf der Anzeigetafel der Hinweis erschien, dass der Flug von 21 Uhr abends auf 7 Uhr morgens verlegt wird. Aus Spargründen reiste ich immer nur mit Handgepäck und dann stand ich da mit 2x10 kg Handgepäck, zwei zusätzlichen Taschen und einem müden Kind. Der Flughafen musste um Mitternacht geräumt werden, die Billigfluggesellschaft verwies auf das Kleingedruckte und das einzige Hotel in naher Umgebung war das Hilton. Naja, zumindest mussten wir die Koffer nicht auspacken, denn Zahnbürsten waren im Zimmerpreis inklusive. 

5. Was möchtest du unbedingt noch erleben?
Ich scherze immer mit meinem Sohn (gerade 16), dass er, wenn er mal erwachsen ist und „viel Geld“ verdient, seine „alte Mutter“ über den großen Teich bringt und mit ihr eine organisierte Wandertour durch den Gran Canyon machen solle (z.B. eine Tagestour zum Colorado River). Schon als Kind war ich durch die alten amerikanischen Westernfilme fasziniert von der Umgebung, der Naturgewalt und der Stille. Aber vermutlich bin ich dann so alt, dass mir die Aussichtsplattform genügt. Ach ja, und ich war noch nie verheiratet. Sollte sich da in den nächsten Jahren mal was tun, würde ich gerne meine Silberhochzeit groß feiern.

6. Was denkst du über deine Heimatstadt Wesel?
Wesel, meine Stadt! Bei dieser Frage muss ich direkt an die Aussage meines Sohnes denken, der sagte: „Wesel ist eine Stadt, die immer noch nicht groß genug ist, um sich in ihr zu verlaufen!“ Ich hoffe, das bleibt auch so! Geboren und aufgewachsen in Berlin, hierher gezogen mit elf Jahren, habe ich diese Übersichtlichkeit vom ersten Tag an geschätzt. Ich mag es, durch die Stadt zu laufen und vertraute Gesichter zu sehen, in den Geschäften, öffentlichen Büros, auf den Straßen. Man kennt die Verkäufer, Postboten, Müllmänner und selbst die Bürgermeisterin lächelt einem freundlich grüßend zu. Ich mag die Natur im näheren Umfeld, fahre mit dem Rad den Rhein entlang oder laufe durch die Aue, spaziere durch die nahe gelegenen Wälder oder einfach nur durchs Stadt-Glacis. Im Sommer kann man ganz wunderbar am Auesee oder im Rheinbad schwimmen gehen, jeweils mit bester Aussicht ins malerische Umfeld.
Durch die fast vollkommende Zerstörung der Stadt im 2. Weltkrieg vermisse ich ein wenig die Geborgenheit einer Altstadt. Egal wohin ich reise, ob mich die Stadt anzieht oder abstößt, mich inspiriert oder kalt lässt, mein erster Weg führt immer in die Altstadt. Ich mag es mich umgeben von Geschichte zu bewegen, dort liegen alle Anfänge. Ein großer Geborgenheitsbaustein ist für mich die Architektur in einer Stadt. Ich laufe sehr gerne über den Marktplatz am Willibrordi-Dom in Wesel und genieße den Anblick der 2011 rekonstruierten, historischen Rathausfassade und natürlich den Dom selbst. Ich mag es hier zu leben und ich mag die Menschen und deren Mentalität. Ich mag das sich stetig erweiternde kulturelle Angebot, die Stadtfeste, die Wochenmärkte und den Feierabendmarkt. Wesel?! My favorite place to be.

7. Wo trifft man dich in der Stadt?
Über Tag immer mal wieder bei meinen Spaziergängen in der Aue, zum Plauschen im Restaurant am Yachthafen, an den Rheinterassen oder im Biergarten am Rhein. Essen gehe ich am liebsten in das griechische Restaurant Hellas am Marktplatz am Dom oder zur Pizzeria Stefano in der Fluthgrafstraße. Abends bin ich sehr oft im SCALA Kulturspielhaus anzutreffen oder fahre zum Tanzen ins KuBa nach Hamminkeln. Hin und wieder bummel ich auch sehr gerne mal durch Xanten, aber überwiegend amüsiere ich mich lokal.

8. Gib uns einen Ausblick auf deine Aktivitäten im Lokalkompass: Worauf dürfen wir uns 2019 freuen?
Ich engagiere mich seit drei Jahren stark im SCALA Kulturspielhaus und dieses Engagement hat nun zu einer Festanstellung geführt. Zukünftig informiere ich also noch ausführlicher über die geplanten Veranstaltungen und berichte auch über die Ein oder Andere bestimmt mal im Nachhinein. Besuche ich privat ein Ereignis oder einen Ort, der mir gefällt, schreibe ich mitunter kleine Erlebnisberichte, die ich dann gelegentlich veröffentliche. Ich laufe mit offenen Augen durch die Welt und bin interessiert an meinem Umfeld. Finde ich die Zeit und Muße teile ich meine Eindrücke sehr gerne mit und freue mich über die Reaktionen. Meine dilettantischen Handybilder poste ich nur ungern, aber auf meiner Anschaffungsliste für 2019 steht auch eine gescheite Kamera. Sollte ich mir diesen Wunsch erfüllen, würde ich auch sehr gerne mehr Bildbeiträge posten.

Lesetipps der Redaktion:
→ „Wie ich zum Facebook-Junkie wurde“
Der Berg ruft oder Nr. 5 lebt
→ Vorne hui, hinten pfui
Nur fliegen ist schöner (Erlebnisbericht)

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