Hospizdienst und Hobby-Schneiderinnen versorgten Schutzbedürftige mit Masken
Mit Nadel und Faden

2000 Euro Reinerlös kamen zusammen, die die Engagierten an den Förderverein der Palliativstation im Evangelischen Krankenhaus und Ambulanter Hospizdienst übergaben.
 Foto: Hospizdienst
  • 2000 Euro Reinerlös kamen zusammen, die die Engagierten an den Förderverein der Palliativstation im Evangelischen Krankenhaus und Ambulanter Hospizdienst übergaben.
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  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Ehrenamt pur: Als sich im März ein Mangel an Schutzkleidung abzeichnete, gab der Ambulante Hospizdienst den Anstoß, Alltagsmasken aus Stoff zu nähen und verteilte sie kostenlos an Schutzbedürftige.

Spontane Unterstützung kam von der Kreativ-Gruppe des Fördervereins und drei Hobby-Schneiderinnen aus Herne. So konnten Risikopersonen und pflegende Angehörige sowie professionelle Pflege- und Betreuungskräfte mit Masken versorgt werden.
Bis heute wechselten so mehr als 2400 der bunten Exemplare den Besitzer. Viele von denen, die versorgt wurden, bedankten sich mit einer Spende. So kamen 2000 Euro Reinerlös zusammen, die die freiwillig Engagierten an den Förderverein der Palliativstation im Evangelischen Krankenhaus und Ambulanter Hospizdienst übergaben. Die Summe unterstützt den Hospizdienst nun dabei, in Zeiten von Mindestabstand und Maske neue Wege der ehrenamtlichen Begleitung von Menschen am Ende des Lebens zu entwickeln und auszuprobieren.
„Wir waren so froh und dankbar, in der Corona-Zeit etwas Sinnvolles tun zu können“, sagt Andrea Höcker, die sich zusammen mit Gabriele Sobczyk und Kathrin Boresch im Frühjahr spontan beim Hospizdienst meldete, um bei der Näh-Gruppe mitzumachen. Keine der Ehrenamtlichen ahnte damals, wie groß die Nachfrage nach Mund-Nase-Masken tatsächlich werden würde.
Anfragen kamen aus Herne, aber auch aus anderen Städten des Ruhrgebiets und weit darüber hinaus. Wenn die fleißigen Helferinnen heute davon erzählen, dass sie Nachtschichten eingelegt haben, wie sie immer geschickter und schneller wurden beim Nähen und warum Nachbarn mithalfen, den Stoff zuzuschneiden, ist ihnen die Freude über schöne Erinnerungen in einer Zeit anzusehen, in der es ansonsten wenig zu lächeln gab. Und wenn sie heute Menschen begegnen, die eine Maske mit dem typischen Baum-Logo des Hospizdienstes tragen, gibt ihnen dieser Moment ein gutes Gefühl.
„Diese Aktion ist in jeder Hinsicht bemerkenswert. Sie zeigt, wozu Ehrenamt fähig ist“, sagte Pfarrer Frank Obenlüneschloß, Vorsitzender des Fördervereins, bei der Spendenübergabe: Schutzbedürftige wurden versorgt, bei der Maskenübergabe entwickelten sich gute Gespräche, die die Arbeit des Hospizdienstes bekannter machten.
Weitere Informationen:
hospizdienst-herne.de

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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