Platinis Spuren

Einen verbalen Vulkanausbruch leistete sich der isländische TV-Kommentator, als seine Mannschaft gegen Österreich den Einzug ins Achtelfinale perfekt machte. Positive Begleiterscheinung aus deutscher Sicht: Ein Remake der Schmach von Cordoba ist nicht mehr möglich.

Ebenfalls unmöglich ist seit gestern allerdings auch ein Fußball-Klassiker im EM-Finale. Die Weltmeister Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich und England werden sich auf dem Weg nach Paris gegenseitig eliminieren. Der letzte der Giganten trifft dann ausgelaugt auf Kroatien und ist vermutlich chancenlos.

Wenn es also noch eines Beweises bedurft hätte, dass der Modus mit 24 Mannschaften ungefähr so attraktiv ist wie der Fußball der Nationalmannschaft Russlands, dann wäre dieser mit den letzten Entscheidungen der Vorrunde erbracht. In vier Jahren dürfen wir uns noch einmal auf eine langweilige Qualifikation und lahme Vorrunde freuen. Und wer hat es uns eingebrockt? Ein korrupter Funktionär namens Michel Platini. Liebe Uefa, bitte beseitigt dessen Spuren und macht spätestens das Turnier 2024 wieder attraktiv.

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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