Frage der Woche
Was war euer bislang größtes Abenteuer?

Abenteuer haben ihren festen Platz in unserem Leben. Wir finden Sie in unzähligen Filmen und Büchern. Aber auch alte Volkssagen und überlieferte Legenden berichten von Wagnissen und außergewöhnlichen Herausforderungen, an denen wir Menschen wachsen.

Einige unserer BürgerReporterInnen des Monats habe ich nach ihren größten Abenteuern gefragt. So auch Rainer Bresslein, der unverhofft an einem sonnigen Tag in Bayern plötzlich in Seenot geriet. Er erinnert sich:

Seenot vor St. Peter-Ording

"Als Mensch mit einer ausgeprägten Affinität zum Wasser versteht es sich von selbst, dass man auch einmal in brenzlige Situationen geraten kann, ob bei sieben Windstärken im Priel vor St. Peter-Ording oder im tiefsten Bayern. So hatte ich mir mal während eines Sommerurlaubs in Bayern ein Surfboard ausgeliehen um bei einer schönen steifen Brise und strahlendem Sonnenschein auf den Waginger See hinaus zu surfen. Im Laufe meines Turns merkte ich nach einiger Zeit, dass der Wind stetig zunahm und die Welle immer kabbeliger und höher wurde. Es dauerte auch nicht mehr allzu lange und rund um den See gingen sämtliche Lampen des Sturmwarnsystems an. Da der Himmel jedoch immer noch strahlend blau war und mir die Sonne unvermindert auf den „Pelz“ brannte, nahm ich die Warnung nicht ernst und setzte meine Surf-Aktivitäten unvermindert fort.

So nach und nach wurde es dann allerdings immer leerer auf dem Wasser und über dem Bergkamm zogen dunkle Wolken auf. Auch war von fern bereits deutliches, dumpfes Donnergrollen zu vernehmen. Also, sagte ich mir: „Es reicht für heute und nach der nächsten Halse geht es Raumschoots mit Vollspeed zurück zum Strand.“ Ich hatte die Halse noch nicht zu Ende gefahren, als ich ein leichtes „Plop“ vernahm und sah, wie sich eine Schraubenmutter des Mastfußes ganz langsam auf den Grund des Sees verabschiedete. Natürlich konnte jetzt keine Segel-Brettverbindung mehr hergestellt werden und das Board war somit unfahrbar geworden. Ich versuchte nun paddelnd mit Board und Segel ans Ufer zu gelangen, was mir aber durch den starken Wind und dem hohen Wellengang aussichtslos erschien und ich auch langsam merkte, dass durch die zunehmende Auskühlung meines Körpers auch die Kräfte merklich schwanden. In der Zwischenzeit hatte der Sturm weiter ordentlich zugenommen; der See war wie leergefegt und ich war offensichtlich der einzige Wassersportler der noch draußen war. Scheinbar war ich auch vom Ufer aus in den Wellen nur sehr schwer auszumachen, sodass von dort auch keine Hilfe zu erwarten war."

Natürlich war am Ende doch noch alles gut (hier nachlesen), aber ohne Spuren ist diese Havarie nicht an unserem BürgerReporter vorbei gegangen. Ein echtes Abenteuer eben!

Frage der Woche:
Natürlich haben wir nicht alle so eine gefährliche und aufregende Situation schon einmal meistern müssen. Aber auch weniger lebensbedrohliche Erlebnisse sind euch vielleicht als besonders abenteuerlich in Erinnerung. Oder kennt ihr jemanden, der ein spannendes Abenteuer erlebt hat? Ich freue mich in dieser Woche auf eure Abenteuer-Geschichten. Viel Spaß beim Lesen und kommentieren!

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