Herbst-Rosengedicht

Ich war gerade in meinem Gärtchen mit dem Laubfegen beschäftigt, da entdeckte ich einen Igel, der ein Rosenblatt auf seinem Stachelrücken trug. Bestimmt fühlte der dicke, runde Ingelkerl sich von mir gestört, denn er huschte träge in sein Blätterhaus hinter dem Rhododendron und ließ sich nicht mehr blicken. Nachdenklich stellte ich den Besen beiseite, fotografierte die letzten Blüten an meinem Rosenstrauch und begann zu dichten:

Herbst-Rosengedicht

Zwei einsame Röschen wiegten hin und her,
hielten aneinander fest, das war nicht schwer.

Der Wind, er rüttelte und schüttelte die armen Blüten,
die sich im Sturm ums Blühen bemühten.

„Halt Dich an mir fest, dann kann uns nichts geschehen,
der Wind wird uns nicht verwehen.“

Der Wind sauste durch sämtliche Blütenblätter,
es war ein grausiges, grässliches Wetter.

Die Röslein, sie hielten einander fest,
der Wind jedoch gab ihnen den Rest.

So lagen sie nun am Boden zerstreut,
den Igel hat es sehr gefreut.

Er legt sie in sein Blätterhaus,
nun duftet es herrlich, das Igelhaus.

In diesem Sinne einen herrlich bunten und stürmischen Herbst.

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