Hilfe für Schmetterlinge / Wer macht mit bei der Tierschutzjugend?

Seit drei Jahren bietet im Ökogarten der Tierschutzjugend ein Wildbienen-Hotel den nützlichen Hautflüglern Unterschlupf. Bald steht eine Renovierung an. Jetzt erst einmal ist Schmetterlingsschutz angesagt.     Foto: Tierschutzjugend
  • Seit drei Jahren bietet im Ökogarten der Tierschutzjugend ein Wildbienen-Hotel den nützlichen Hautflüglern Unterschlupf. Bald steht eine Renovierung an. Jetzt erst einmal ist Schmetterlingsschutz angesagt. Foto: Tierschutzjugend
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Kaum hat sich der lange, kalte Winter verabschiedet und die ersten Sonnenstrahlen lassen erahnen, dass es Frühling werden will, da wollen sich die Kids und Jugendlichen der Herner Tierschutzjugend aktiv für die freilebende Tierwelt einsetzen. In diesem Frühjahr geht es hauptsächlich um den Insektenschutz.

Am 20. April, dem ersten Aktionstag nach den Osterferien, kümmern sich die jungen Tierschützer um den Schutz der Schmetterlinge. Dazu wird im Ökogarten der Tierschutzjugend eine Schmetterlingswiese, Wicken und Klee eingesät und Büsche gepflanzt, an denen die Falter Nahrung finden. Kinder ab zehn Jahren sind herzlich eingeladen mitzumachen. Die Tierschützer treffen sich um 15 Uhr an ihrem Garten an de Industriestraße (Wanderweg hinter der Firma Bruns).
„In Deutschland stehen 80 Prozent der 190 einheimischen Schmetterlinge auf der Roten Liste, sind also vom Aussterben bedroht“, erklärt Frank Freisewinkel, Vorsitzender der Tierschutzjugend.

Treffpunkt
Öko-Wiese

Schuld seien massive Lebensraumzerstörungen wie monotone landwirtschaftliche Flächen oder Hausgärten mit kurzgeschorene Zierrasen. „Nur ein vielgestaltiger Garten mit vielen Blüten und Wildwuchs bietet ein gutes Refugium für Tagfalter“, hofft Freisewinkel auf ein Umdenken.
Wer Schmetterlinge auf seiner Grünfläche beobachten möchte, dem rät Freisewinkel Futterpflanzen für die Raupen bereitzustellen, aus denen sich später die Schmetterlinge entwickeln. Dies können Klee-Arten, Flockenblumen, Seifenkraut, Lichtnelken, Rote Fetthenne genauso sein wie Schmetterlingsflieder, Weiden, Schlehe und Heckenkirsche. Auch Wildkräuter wie Brennesseln, Wegericharten oder Disteln werden gerne von den Faltern aufgesucht. „Es versteht sich von selbst, dass Umweltgifte in keinem tiergerechten Garten Anwendung finden dürfen“, sagt der Tierschützer.
Eine weitere Insektenschutzmaßnahme findet am 25. Mai zur selben Zeit am gleichen Ort statt. Dann wird das vor drei Jahren aufgestellte Bienenhotel instand gesetzt.

Autor:

Rainer Rüsing aus Herne

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