SPD-Vorschlag: Bushaltestellen sollen Bienen eine Heimat bieten
Honig über dem Kopf

Klimaschutz ist in aller Munde. Viele kreative Ideen werden entwickelt, angefangen in großen Dimensionen bei der CO2-Steuer bis hin zu Vorschlägen, die vor der eigenen Haustür umsetzbar sind. Hierfür hat die SPD-Fraktion über den Grenzzaun geschaut und im niederländischen Utrecht einen Ansatz gefunden, der auch in Herne umsetzbar ist: die Einrichtung von sogenannten Bienen-Haltestellen.
Utrecht hat hunderte Bushaltestellen in Wiesen verwandelt. Auf den Dächern von 316 Wartehäuschen wurden hauptsächlich Sukkulenten gepflanzt. Diese anpassungsfähigen Gewächse fangen Feinstaub auf und speichern Regenwasser. Einer der größten Vorteile der Sukkulenten ist jedoch, dass sie dazu beitragen, die Biodiversität der Stadt zu fördern: Sie locken Honigbienen und Hummeln an. Die Bienen-Haltestellen filtern zudem noch Schadstoffe aus der Luft.
Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass sich die Insektenbestände in Deutschland in den vergangenen Jahren um bis zu 75 Prozent verringert haben. Elisabeth Majchrzak-Frensel, Sprecherin der SPD im Ausschuss für Stadtentwicklung: „Ein ganzheitlicher Insekten- und Umweltschutz und eine Aufrechterhaltung der Biodiversität werden nur durch vielfältige und nachhaltige Maßnahmen gelingen." Neben Bienen-Haltestellen sollte die Stadt Wildblumenwiesen anlegen, diese seien eine wichtige Maßnahme zum Insektenschutz.
Die SPD-Fraktion will in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung von der Stadtverwaltung wissen, ob es grundsätzlich möglich sei, Wartehäuschen umzurüsten, um so zusätzlichen Lebensraum zu schaffen. Falls die Wartehäuschen nicht von der Stadt verantwortet werden, sondern von den Nahverkehrsunternehmen, solle die Verwaltung mit den Eigentümern das Gespräch suchen. Ihr Fraktionskollege Ulrich Syberg geht sogar noch einen Schritt weiter: „Die Begrünung in unserer Stadt sollte sich nicht auf die Bushaltestellen beschränken. Wir fordern auch ein Programm, das Bürgern es ermöglicht, eine Finanzierung für die Umwandlung ihrer eigenen Dächer in grüne Dächer zu beantragen.“

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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