Die Vereinten Nationen zeichnen den ökologischen Garten der Tierschutzjugend aus
Natur in ihrer ganzen Pracht

Seit 30 Jahren beleben Kinder und Jugendliche im Ökologischen Garten die Natur unserer Stadt. Foto: Tierschutzjugend

Der Ökologische Garten der Herner Tierschutzjugend wird von den Vereinten Nationen für seine Vielfalt ausgezeichnet. Die Würdigung nimmt Oberbürgermeister Frank Dudda am kommenden Samstag im Heimatmuseum vor.

Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2011 bis 2020 zur UN-Dekade für biologische Vielfalt erklärt. Die Staatengemeinschaft ruft damit die Weltöffentlichkeit auf, sich für die biologische Vielfalt einzusetzen. Die Auszeichnung wird an vorbildliche Projekte verliehen, die sich in besonderer Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen.

Vor 30 Jahren legte die Tierschutzjugend auf einer mehr als 3000 Quadratmeter großen Pferdeweide in Horsthausen ihren Ökogarten mit Streuobstwiese, Vogelschutzhecken, Blumenwiese und Feuchtbiotop an. Mehrere Generationen von Kindern und Jugendlichen setzten hier praktischen Tierschutz um, indem sie Lebensräume für Vögel, Kleinsäuger, Amphibien und Insekten schufen. Stadtkinder lernten so, wie mit Maßnahmen wie zum Beispiel dem Anbringen von Nisthilfen freilebende Tiere in Gärten heimisch gemacht werden können. Die Maßnahmen fanden viel Beachtung. Schulen und andere Jugendgruppen unterstützten einige Projekte der jungen Tierschützer und setzten sie oft in den eigenen Gärten um.

Maßnahme gegen Artenschwund

Mit dem Projekt wird ein Zeichen für das Engagement zur Erhaltung biologischer Vielfalt in Deutschland gesetzt. Es macht deutlich, dass mit einfachen Mitteln durch eine naturnahe Gartengestaltung viel gegen den fortschreitenden Artenschwund der freilebenden Tierwelt geschaffen werden kann. Diese Aktivitäten haben die Jury nachhaltig beeindruckt. Neben der offiziellen Urkunde und einem Auszeichnungsschild erhält die Tierschutzjugend einen Baum, der die Vielfalt der Natur symbolisieren soll.

UN-Dekade-Projekt

Über die Auszeichnung von Projekten entscheidet eine Jury, an der Vertreter aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen beteiligt sind. Sie tagt zweimal im Jahr. Zur Beteiligung am Wettbewerb bestehen keine Fristen. Eine Bewerbung als UN-Dekade-Projekt erfolgt online.

Biologische Vielfalt umfasst die Vielzahl der Tier- und Pflanzenarten sowie die Vielfalt der Mikroorganismen und Pilze. Einbezogen wird auch die genetische Vielfalt innerhalb der Arten, die sich bei Pflanzen in den verschiedenen Sorten wiederspiegelt und sich bei Tieren mit den Rassen verbindet. Aber auch die verschiedenen Lebensräume und komplexe ökologische Wechselwirkungen sind Teil der biologischen Vielfalt. Die Biodiversität ist Voraussetzung für das Funktionieren der Ökosysteme.

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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